de.wedoany.com-Bericht: Die weltweiten Investitionen in den Bau von Rechenzentren werden sich weiter beschleunigen. Laut einer aktuellen Studie von Arizton Advisory & Intelligence wird der Markt voraussichtlich von 144 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 323,72 Milliarden US-Dollar im Jahr 2031 wachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 14,46 % entspricht. Grund dafür ist die Kapazitätsausweitung von Hyperscalern und Cloud-Anbietern, um die Nachfrage nach digitaler Infrastruktur zu decken. Im Vergleich zu 2024 steigen die Investitionen um rund 56 %, was das Ausmaß der laufenden Kapazitätserweiterungen in den wichtigsten globalen Märkten unterstreicht.
Bei der Aufschlüsselung der Investitionen werden Colocation-Rechenzentren im Zeitraum 2026–2031 den Markt anführen, mit Investitionen in Höhe von 1,06 Billionen US-Dollar, einer White-Space-Fläche von 412,32 Millionen Quadratfuß und einer Stromkapazität von 98.809 Megawatt. Hyperscale-Rechenzentren folgen mit Investitionen von 473,33 Milliarden US-Dollar und einer Stromkapazität von 44.682 Megawatt. Die Investitionen in Unternehmensrechenzentren sinken kontinuierlich, da Arbeitslasten in die Cloud und zu Colocation-Einrichtungen verlagert werden. In Bezug auf die Infrastruktur werden USV-Systeme mit einer Kapazität von über 750 kVA und Redundanz der Stufen N+1, N+N und 2N zum Standard, wie z. B. das Rabale-Rechenzentrum von Sify Technologies (N+N-Redundanz, 10 Minuten Überbrückungszeit) und das MEX 6-Rechenzentrum von KIO Networks (900 kVA USV). Trotz Nachhaltigkeitsbemühungen bleiben Generatoren für die Notstromversorgung unverzichtbar, Beispiele hierfür sind das JHB1 von Africa Data Centres (48 Stunden Überbrückungszeit), Equinix BG2 (N+1 Dieselgenerator) und das Dubai-Rechenzentrum von Gulf Data Hub (16.000 kVA N+1, 24 Stunden Kraftstoffvorrat). Fortschrittliche Kühlsysteme steigern ebenfalls die Effizienz, wie das NTT DATA Ho-Chi-Minh-Stadt-Rechenzentrum 1, Urbacon DC5 (N+1 Direktverdunstungskühlung) und das Dubai-Rechenzentrum von Moro Hub (N+1 Kaltwassersätze, CRAH-Einheiten und Kalt-/Warmgang-Eindämmung).
KI-Workloads erhöhen den Strom- und Kühlbedarf moderner Rechenzentren, wodurch KI-fähige Infrastruktur bei neuen Entwicklungsprojekten weltweit Priorität erhält. Im Vergleich zu herkömmlichen Rechenzentren benötigen für KI-Anwendungen konzipierte Einrichtungen höhere Rackdichten, GPU-fähige Umgebungen, Flüssigkeitskühlung und widerstandsfähigere Stromversorgungssysteme. Es wird erwartet, dass sich die KI-fähige Hyperscale-Kapazität in den nächsten fünf bis sechs Jahren fast verdreifachen wird. Dies spiegelt sich in einer Reihe bedeutender Investitionen wider, wie dem 500-Milliarden-US-Dollar-Stargate-Projekt in den USA, dem 69,05-Milliarden-US-Dollar-KI-Infrastrukturprojekt der Alibaba Group in China und der von Oracle geplanten Investition von 40 Milliarden US-Dollar in NVIDIA GB200-Chips für die OpenAI-Infrastruktur. Nationale KI-Initiativen in Europa und Lateinamerika treiben ebenfalls die Nachfrage nach Hyperscale- und Cloud-fähigen Rechenzentren.
Auf regionaler Ebene dominieren Großbritannien und Deutschland weiterhin den europäischen Markt für den Bau von Rechenzentren, mit Anteilen von 19,59 % bzw. 13,74 % an den regionalen Investitionen im Jahr 2025. Im asiatisch-pazifischen Raum stiegen die Investitionen innerhalb eines Jahres um fast ein Drittel; die Investitionen in den Bau von Rechenzentren wuchsen 2025 im Jahresvergleich um 31,99 % auf 34,65 Milliarden US-Dollar, wobei China 41,81 % der regionalen Investitionen ausmachte. Colocation-Rechenzentren bleiben das wichtigste Investitionssegment in Afrika, das im Jahr 2025 etwa 966 Millionen US-Dollar des 1,24 Milliarden US-Dollar schweren Marktes für den Bau von Rechenzentren in der Region ausmacht, während Unternehmensrechenzentren etwa 277,5 Millionen US-Dollar ausmachen. Die nordischen Länder ziehen durch natürliche Kühlung und erneuerbare Ressourcen (einschließlich Wasserkraft, Wind- und Geothermie) Rechenzentrumsentwicklungen an. Der Markt wird voraussichtlich bis 2031 eine Fläche von 109,61 Millionen Quadratfuß erreichen, bei einer Stromkapazität von 28.307 Megawatt.
Die Wettbewerbslandschaft bleibt stark fragmentiert, mit über 359 Anbietern, die an der Entwicklung von Hyperscale-, Colocation-, Unternehmens- und Wholesale-Rechenzentren beteiligt sind. Globale Betreiber wie AWS, Microsoft, Google, Meta, Equinix, Digital Realty, NTT DATA und Vantage Data Centers erweitern ihre Präsenz, während regionale Anbieter durch lokalisierte Investitionen und Kapazitätserweiterungen ihre Position in Nordamerika, Europa, dem asiatisch-pazifischen Raum und Lateinamerika stärken.









