Airtel Chad reicht neuen Investitionsplan ein, um Probleme mit der Servicequalität zu bewältigen
2026-07-01 14:28
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de.wedoany.com-Bericht: Der Streit um die Servicequalität zwischen den tschadischen Behörden und dem Telekommunikationsbetreiber Airtel Chad eskaliert weiter. Airtel Chad hat einen neuen Investitionsplan vorgelegt, um dem Druck in Bezug auf die Netzleistung zu begegnen.

Diese Entwicklung erfolgte nach einem Treffen zwischen dem tschadischen Telekommunikationsminister Haliki Choua Mahamat und einer Delegation von Airtel Africa am 24. Juni. Der CEO von Airtel Chad, Brahim Nallar, erklärte, dass der Betreiber plane, die technische Infrastruktur zu stärken, um die Netzqualität zu verbessern und neue Dienste einzuführen. Das Unternehmen machte jedoch keine weiteren Angaben, und Regierungsbeamte zeigten sich skeptisch, da das Unternehmen bereits mehrfach ähnliche Pläne angekündigt, aber nicht vollständig umgesetzt hatte.

Im September 2025 hatte Airtel Chad einen Investitionsplan in Höhe von 50 Milliarden Zentralafrikanischen CFA-Franc (etwa 90 Millionen US-Dollar) angekündigt, um die Netzqualität zu verbessern und die digitale Anbindung landesweit auszubauen. Der Plan sollte ursprünglich in diesem Monat abgeschlossen werden. Laut der Nachrichtenagentur Ecofin haben die tschadischen Behörden Airtel Chad aufgefordert, messbare Verbesserungen bei der Kundenzufriedenheit, der Serviceverfügbarkeit und der Netzabdeckung (insbesondere in ländlichen Gebieten) zu erzielen.

Der Telekommunikationsminister forderte den Betreiber außerdem auf, sein Betriebsmodell zu ändern, insbesondere die Praxis zu reduzieren, operative Entscheidungen zur Genehmigung an die Konzernzentrale weiterzuleiten, da dies seiner Ansicht nach die Problemlösung verzögere. Er äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit von Subunternehmern für die Verwaltung von Geräten, Technikern und Standortwartung. Der Minister wies auch darauf hin, dass Airtel Chad an das von der Regierung bereitgestellte nationale Backbone-Netz angeschlossen werden sollte, ein Thema, das seit letztem Jahr auf der Tagesordnung steht. Die Behörden werden bald die Glasfaserleitungen in Betrieb nehmen, die den Osten und Norden des Landes versorgen.

Dieses Problem betrifft nicht nur Airtel. Die tschadische Regierung hatte zuvor den unter Maroc Telecom firmierenden Betreiber Moov Africa Chad gewarnt, die Netzleistung zu verbessern, da die Unzufriedenheit der Beamten über die Verschlechterung der landesweiten Mobilfunkdienstqualität zunimmt. Geldstrafen für wiederholte schlechte Servicequalität sind bereits Teil der möglichen Sanktionen. Sollte sich die Servicequalität nicht deutlich verbessern, könnten die Sanktionen bis zum Austausch des lokalen Managements der beiden größten Betreiber des Landes ausgeweitet werden.

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