Südkoreanische Regierung sagt bis zu 20 Billionen Won für südwestlichen Halbleiter-Hub zu
2026-07-01 14:28
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de.wedoany.com-Bericht: Die südkoreanische Regierung plant, bis zu 20 Billionen Won bereitzustellen, um die Strom- und Wasser-infrastruktur für den geplanten Halbleiter-Industriekomplex im Südwesten des Landes zu sichern und das Projekt voranzutreiben.

Präsident Lee Jae-myung erklärte am 29. Juni auf einer nationalen Pressekonferenz, dass das vorgeschlagene „Sondergesetz für Halbleiter" die rechtliche Grundlage für die prioritäre Unterstützung regionaler Projekte schaffe und die Regierung die volle Verantwortung für teure Infrastruktur wie Strom und Wasser übernehmen werde. Eine zuverlässige Strom- und Wasserversorgung ist für die Halbleiterfertigung von entscheidender Bedeutung, da die rund um die Uhr laufenden Produktionslinien große Mengen an hochreinem Wasser und stabilen Strom benötigen. Die bestehenden Halbleiter-Hubs in der Metropolregion Seoul (einschließlich Yongin und Pyeongtaek) stoßen bereits an Grenzen bei der Strom- und Wasserversorgung.

Die Korea Water Resources Corporation (K-water) gab an, dass die Region Honam täglich etwa 1 Million Tonnen Wasser für die Halbleiterproduktion bereitstellen könne. Durch die vorhandenen Überschusskapazitäten der K-water-Staudämme und Betriebsanpassungen könnten rund 500.000 Tonnen geliefert werden. Davon könnten 350.000 Tonnen direkt über das bestehende Wasserversorgungssystem bereitgestellt werden; durch Anpassungen der Wasserwege ließe sich die Menge auf 650.000 Tonnen erhöhen. Zusätzlich könnten durch die Nutzung von Wasserkraft- und landwirtschaftlichen Stauseen, die von lokalen Regierungen betrieben werden, weitere 350.000 Tonnen gewonnen werden. Beamte schlugen außerdem vor, rund 600.000 Tonnen behandeltes Abwasser aus der Abwasserbehandlungsanlage in Gwangju als Industriewasser zu nutzen. K-water-CEO Yoon Seog-dae wies darauf hin, dass die Wiederverwendungsrate von Abwasser in Israel über 70 % liege, was eine effiziente Methode zur Wassersicherung darstelle. K-water werde in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Klima, Energie und Umwelt die Entwicklung der Wasserinfrastruktur leiten.

Der designierte Bürgermeister der geplanten Sonderstadt Gwangju-Jeonnam, Min Hyung-bae, unterstützte diesen Plan nachdrücklich. Präsident Lee Jae-myung erklärte, Bürgermeister Min sei bereit, alle der Sonderstadt zugewiesenen staatlichen Fördermittel (voraussichtlich bis zu 5 Billionen Won pro Jahr, mit einer kumulativen Obergrenze von 20 Billionen Won) vollständig zur Lösung der Strom- und Wasserprobleme einzusetzen.

Die Regierung sagte zudem eine stabile Stromversorgung zu. Klima-, Energie- und Umweltminister Kim Sung-hwan erklärte, dass der Halbleiterpark in Honam ununterbrochen mit 6,3 Gigawatt (GW) Strom versorgt werde. Zusätzliche Stromkapazitäten würden vorbereitet und ein regionales Strompreissystem eingeführt, um die Wettbewerbsfähigkeit fortschrittlicher Industrien außerhalb der Metropolregion Seoul zu stärken. Die Region Honam erzeugt bereits große Mengen Strom aus Kernkraftwerken, Solar- und Windparks, doch historisch bedingt war die lokale Nachfrage begrenzt, sodass der Großteil des Stroms in die Metropolregion Seoul geleitet wurde. Der neue Plan sieht vor, den Strom direkt an den Halbleiterpark zu liefern, um Übertragungskosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Die Regierung schlug außerdem vor, die Einsparungen aus den reduzierten Übertragungskosten an die Unternehmen weiterzugeben, um die Strompreise zu senken.

Unternehmen wie Samsung Electronics und SK hynix forderten die Regierung auf, die administrative Unterstützung und die Lebensbedingungen rund um den neuen Industriepark zu verbessern. Samsung-Electronics-Vizepräsident Jun Young-hyun betonte, dass eine schnelle, zentrale administrative Unterstützung entscheidend sei, um Investitionen zu beschleunigen. Präsident Lee Jae-myung antwortete, dass im Präsidialamt ein spezielles Team eingerichtet werde, um schnelle, zentrale Verwaltungsverfahren zu gewährleisten, und dass er das Projekt während seiner gesamten Amtszeit persönlich überwachen werde.

Samsung-Electronics-Vizepräsident Jun Young-hyun spricht auf einer Konferenz

Die neue Organisation im Präsidialamt wird voraussichtlich mit dem geplanten „Präsidialen Sonderausschuss zur Stärkung der Halbleiterwettbewerbsfähigkeit" koordinieren, der als Kontrollinstanz für die drei großen Sprungprojekte der Regierung fungiert. Diese drei Projekte umfassen Investitionspläne von Regierung, Industrie, Wissenschaft und Forschungseinrichtungen in den Bereichen Halbleiter, physische KI (Physical AI) und KI-Rechenzentren.

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