de.wedoany.com-Bericht: Ein am 1. Juli 2026 von der Hong Leong Investment Bank Research veröffentlichter „Strategieausblick für das zweite Halbjahr 2026" zeigt, dass die Kosten für den Bau eines Rechenzentrums in Malaysia pro Megawatt (MW) nur 9,6 Millionen US-Dollar (ca. 39,25 Millionen Ringgit) betragen, etwa 15 % niedriger als in Saudi-Arabien und vergleichbar mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dieser Kostenvorteil, gepaart mit einem stabilen Investitionsumfeld, treibt internationale Technologiegiganten dazu, ihre Investitionsstrategien für Rechenzentren neu auszurichten und neue Projekte nach Malaysia zu verlagern.
Der Bericht ist der Ansicht, dass Malaysia in dieser durch geopolitische Risiken ausgelösten Verlagerung von Investitionen dank zwei Kernvorteilen hervorsticht: seiner langjährig beibehaltenen geopolitischen Neutralität und der in den letzten Jahren rasch verbesserten digitalen Infrastruktur. Der Bericht prognostiziert, dass Malaysia weiterhin internationale Technologiekapitalzuflüsse anziehen und Rechenzentrumsinvestitionen aus Hochrisikoregionen der globalen Lieferkette übernehmen wird.
Laut dem Bericht beliefen sich die genehmigten Investitionen Malaysias im ersten Quartal 2026 auf 92,8 Milliarden Ringgit, wovon 65,5 % in den Dienstleistungssektor flossen, wobei der rechenzentrumsbezogene Informations- und Kommunikationsbereich einen bedeutenden Anteil ausmachte. Der Bericht weist darauf hin, dass, obwohl der Nahe Osten inzwischen ein vorläufiges Waffenstillstandsprotokoll unterzeichnet hat, das Vertrauen internationaler Technologieunternehmen in das lokale Investitionsumfeld bereits deutlich gelitten hat. Aus Sorge, dass die regionale Lage die Sicherheit der digitalen Infrastruktur gefährden könnte, bewerten US-amerikanische Technologiegiganten wie Microsoft, Google und Nvidia sowie Hyperscale-Cloud-Anbieter ihre Investitionspläne für Rechenzentren im Nahen Osten neu und neigen dazu, neue Projekte nach Malaysia zu verlagern.
Der Bericht erwähnt, dass während der angespanntesten Phase des Iran-Krieges im März 2026 Drohnen drei von Amazon (AWS) in den VAE und Bahrain betriebene Rechenzentren trafen. Anschließend nahm die Islamische Revolutionsgarde öffentlich Büros und Rechenzentren von Unternehmen wie Google, Microsoft, Palantir, IBM, Nvidia und Oracle in die Liste potenzieller Angriffsziele auf, was in der Technologiebranche große Besorgnis über die regionale Cybersicherheit auslöste. Der Bericht geht davon aus, dass die anhaltende Expansion im Rechenzentrumsbereich eine wichtige Wachstumsstütze für den malaysischen Aktienmarkt sein wird. Die Hong Leong Research behält ihr Kursziel für den FTSE Bursa Malaysia KLCI Ende 2026 bei 1770 Punkten bei und sieht mehrere Bereiche wie Bau, Strominfrastruktur, Immobilien, Plantagen, Versorger und erneuerbare Energien, die vom Rechenzentrumsbauboom profitieren, positiv.









