Eco Stor unterzeichnet langfristige Gebührenvereinbarung für großes Batteriespeicherprojekt in Förderstedt, Deutschland
2026-07-02 10:22
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de.wedoany.com-Bericht: Der Speichersystembetreiber Eco Stor hat mit dem Stromhändler und Virtuellen-Kraftwerk-Betreiber (VPP) Next Kraftwerke eine langfristige Gebührenvereinbarung für sein 300-MW/700-MWh-Projekt in Förderstedt, Deutschland, getroffen. Dieses Projekt gehört zu den größten Batteriespeicherprojekten, die derzeit in Deutschland gebaut werden.

Gemäß der Vereinbarung wird Next Kraftwerke ab November 2026 die erste Phase (100 MW) des Projekts auf dem Day-Ahead-Markt, dem Intraday-Markt und dem Regelenergiemarkt handeln. Das Projekt hat eine Dauer von 2,3 Stunden und wird in drei Phasen zu je 100 MW errichtet. Die vollständige Inbetriebnahme ist für 2027 geplant.

Eco Stor erklärte, dass die Vereinbarung eine wirtschaftliche Grundlage für den langfristigen Betrieb des Speicherprojekts schaffe und gleichzeitig die zunehmende Reife des deutschen Marktes für große Batteriespeicher unterstreiche.

Eco Stor hatte das Projekt im November letzten Jahres gestartet, eine Woche nachdem RWE den Baubeginn für ein ähnlich großes Speicherprojekt bekannt gegeben hatte. Nach der Inbetriebnahme dieser beiden Projekte werden sie voraussichtlich gemeinsam die größten Batteriespeicherprojekte in Deutschland sein. Derzeit ist das größte in Betrieb befindliche Projekt in Deutschland das 103,5-MW/238-MWh-Batteriespeicherprojekt Bollingstedt von Eco Stor.

Mit der zunehmenden Integration von Solaranlagen ins Netz und der schrittweisen Stilllegung konventioneller Kraftwerke ergeben sich im deutschen Großhandelsstrommarkt enorme Arbitragemöglichkeiten, die die treibende Kraft für die Entwicklung der Speicherbranche im Land sind.

Wie viele große Batteriespeicherprojekte nutzt auch das Förderstedter Batteriespeicherprojekt eine flexible Netzanschlussvereinbarung (FCA), um an das Stromnetz angeschlossen zu werden. Die flexible Netzanschlussvereinbarung (FCA) unterliegt bestimmten Einschränkungen für den Betrieb des Batteriespeichersystems, um dem Speichersystembetreiber bei der Netzsteuerung zu helfen.

Kürzlich betonte Georg Gallmetzer, Geschäftsführer von Eco Stor, in einem Interview mit Branchenmedien, dass der Abschluss von Stromabnahmeverträgen für große Batteriespeicherprojekte von entscheidender Bedeutung sei.

Andererseits ist Grace Kankindi, stellvertretende Leiterin des Investmentmanagements für die EMEA-Region bei Aquila Clean Energy, der Ansicht, dass Finanzinstitute bereit seien, Projekte ohne Abnahmeverträge zu finanzieren, wobei sie sich jedoch wahrscheinlich auf Batteriespeicherprojekte bezieht, die kleiner als Förderstedt sind.

Kürzlich haben die deutschen Regulierungsbehörden klargestellt, dass Batteriespeicherprojekte, die vor dem 4. August 2029 in Betrieb genommen werden, von Netzentgelten befreit sind. Frühere Aussagen hatten diese Frage unsicher gemacht.

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