de.wedoany.com-Bericht: Die US-amerikanische Rocket Lab Corp. und Iridium Communications Inc. haben eine endgültige Übernahmevereinbarung unterzeichnet. Rocket Lab wird alle ausstehenden Stammaktien von Iridium zu einem Preis von 54 US-Dollar pro Aktie in einer Kombination aus Bargeld und Aktien übernehmen. Der Transaktion liegt ein Unternehmenswert von Iridium von rund 80 Milliarden US-Dollar zugrunde.

Diese Übernahme wird von Branchenkennern als eine der transformativsten Transaktionen in der Raumfahrtindustrie angesehen. Sie wird ein vertikal integriertes US-Raumfahrtunternehmen schaffen, das in der Lage ist, eigene Konstellationen zu entwerfen, zu bauen, zu starten und zu betreiben. Die Transaktion kombiniert die Startkapazitäten, die Satellitenfertigung und die Kompetenz in Verbundwerkstoffen von Rocket Lab mit dem globalen Satellitenkommunikationsnetzwerk, dem Spektrum und dem Ökosystem mit über 500 Partnern von Iridium.
Nach Abschluss der Transaktion wird Rocket Lab sofort eine Position in weltraumgestützten Anwendungen einnehmen, darunter Satelliten-IoT, Direct-to-Device-Dienste, Positionsbestimmung, Navigation und Zeitmessung sowie kritische lebensrettende Dienste. Rocket Lab plant, auf dem bestehenden Iridium-Netzwerk aufzubauen, unerschlossene Märkte zu erschließen und neue weltraumgestützte Dienste zu entwickeln. Sir Peter Beck, Gründer und CEO von Rocket Lab, erklärte, dass die Kombination der Infrastruktur und des Spektrums von Iridium mit den Start- und Fertigungskapazitäten von Rocket Lab völlig neue Märkte erschließen könne. Das neue Unternehmen werde Satellitenkommunikation der nächsten Generation, resiliente PNT-Dienste sowie aufstrebende Verteidigungs- und kommerzielle Raumfahrtdienste anbieten. Matt Desch, CEO von Iridium, wies darauf hin, dass mit der fortschreitenden Konvergenz von Weltraum- und terrestrischer Kommunikation diejenigen erfolgreich sein werden, die Innovationen schnell in den Weltraum bringen und diese langfristig effizient aufrechterhalten können.
Die Transaktion wird voraussichtlich Mitte 2027 abgeschlossen und bedarf noch der Zustimmung der Iridium-Aktionäre sowie der erforderlichen behördlichen Genehmigungen.









