de.wedoany.com-Bericht: Der britische Baustoffmarkt zeigte sich im ersten Quartal 2026 schwach. Laut BMBI-Bericht sank der Verkaufswert in den drei Monaten von Februar bis April 2026 im Jahresvergleich um 2,8 %, die verkaufte Menge um 7,1 %, während die Preise um 4,7 % stiegen.

Wertmäßig verzeichneten nur drei der zwölf Kategorien ein Wachstum: Dienstleistungen (+7,0 %), Holz und Tischlerarbeiten (+1,6 %) sowie Sonstiges (+0,2 %). Die stärksten Rückgänge gab es in den Kategorien Erneuerbare Energien und Wasserersparnis (-6,6 %), Arbeitskleidung und Sicherheitsausrüstung (-4,6 %) sowie Schwere Baustoffe (-1,9 %).
Im längeren Zeitraum, in den zwölf Monaten von Mai 2025 bis April 2026, sank der Verkaufswert im Vergleich zu den vorangegangenen zwölf Monaten (Mai 2024 bis April 2025) um 0,7 %. Da es keine Unterschiede bei den Handelstagen gab, sank die unbereinigte Verkaufsmenge um 2,0 %, während die Preise um 1,3 % stiegen.
Mike Rigby, Geschäftsführer der MRA Research, die den BMBI-Bericht erstellt, erklärte, dass der Jahresbeginn 2026 eine Reihe von Überraschungen gebracht habe, die meisten davon negativ. Mit der Jahresmitte wünsche man sich positive Signale für ein anhaltendes Wachstum, doch dies könne noch Zeit in Anspruch nehmen. Zu den negativen Faktoren zählte ein Rückgang der Neubauanmeldungen im ersten Quartal um 6 %. Steigende Kosten und sinkende Nachfrage setzten die Entwickler unter Druck, wobei acht der zwölf Regionen Rückgänge verzeichneten. Der britische Immobilienmarkt sei erschüttert, und die Insolvenzrate von Immobilienunternehmen (einschließlich Immobilienmakler, Grundstückseigentümer und Immobilienverwaltungsgesellschaften) habe das schnellste Tempo der letzten zehn Jahre erreicht. Seit Jahresbeginn seien 762 britische Immobilienunternehmen zahlungsunfähig geworden, ein Anstieg von über 60 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Krieg im Iran dämpfe weiterhin das Verbrauchervertrauen und treibe die Baukosten in die Höhe.









