de.wedoany.com-Bericht: Am 2. Juli hat Infineon Technologies offiziell seine Smart-Power-Waferfabrik in Dresden in Betrieb genommen. Die Fabrik wurde mehrere Monate früher als ursprünglich geplant fertiggestellt. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 5 Milliarden Euro, was die größte Einzelinvestition in der Geschichte von Infineon darstellt. Zudem werden rund 1.000 neue direkte Arbeitsplätze in der Region geschaffen.
Die Smart-Power-Waferfabrik in Dresden ist auf die Produktion von Leistungshalbleitern ausgerichtet. Leistungshalbleiter werden hauptsächlich für die Stromsteuerung, Energieumwandlung und das Energiemanagement eingesetzt und finden breite Anwendung in Elektrofahrzeugen, erneuerbaren Energien, Rechenzentren, Industrieanlagen und verschiedenen intelligenten Endgeräten. Mit der steigenden Nachfrage nach Leistungsmodulen für Elektrofahrzeuge, Photovoltaik-Wechselrichtern, Energiespeichersystemen, Server-Stromversorgungen und industriellen Automatisierungsanlagen werden die Produktionskapazität und die zuverlässige Lieferfähigkeit von Leistungschips zu einem wichtigen Glied in der Lieferkette der europäischen Fertigungsindustrie. Mit der Inbetriebnahme der neuen Fabrik in Dresden bündelt Infineon seine 300-mm-Wafer-Fertigungskapazitäten weiter auf Leistungsbauelemente, steigert die Effizienz der Wafer-Ausbeute und schafft die Grundlage für die spätere Produktion von größeren Stückzahlen an Strommanagement-Chips, Sensor-bezogenen Chips und Mixed-Signal-Bauelementen.
Diese Smart-Power-Waferfabrik nutzt einen hochautomatisierten Produktionsmodus. Zu den Bauinhalten gehören Reinräume, Wafer-Fertigungsanlagen, Prozesssteuerungssysteme, automatische Transportsysteme und begleitende Fabrikanlagen. Halbleiter-Waferfabriken stellen extrem hohe Anforderungen an die Umgebungsstabilität; Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Partikelkontrolle, Chemikalienversorgung, Stromstabilität und Produktionstakt beeinflussen alle die Ausbeute.
Infineon hat das Projekt in Dresden angesiedelt, was auch mit dem dortigen bestehenden Halbleitercluster zusammenhängt. Dresden hat sich über lange Zeit als Standort für Wafer-Fertigung, Anlagen und Materialien, Forschungseinrichtungen und Ingenieurtalente etabliert und bildet ein wichtiges Mikroelektronik-Fertigungszentrum in Europa. Nach der Inbetriebnahme der neuen Fabrik wird Infineons Produktionspräsenz vor Ort weiter ausgebaut und mit den bestehenden Werken, Forschungs- und Entwicklungsteams, Lieferanten und Kundenqualifizierungsprozessen synergieren. Für die europäische Halbleiterindustrie sind Leistungschips nicht der Bereich, der am stärksten auf die kleinsten Fertigungsknoten abzielt, aber sie sind direkt mit der Elektrifizierung, der Energiewende und industriellen Steuerungssystemen verbunden. Elektrofahrzeuge benötigen Leistungsbauelemente zur Steuerung von Motorantrieben und Batteriesystemen, Wind- und Solarenergie benötigen sie für die Energieumwandlung, KI-Rechenzentren benötigen eine effizientere Server-Stromversorgung und ein effizienteres Energiemanagement, und Industrieanlagen sind für einen stabilen Antrieb, Steuerung und Schutz auf Leistungshalbleiter angewiesen. Die vorzeitige Inbetriebnahme der neuen Fabrik in Dresden ermöglicht es Infineon, früher mit dem Hochfahren der Produktion und der Kundenqualifizierung zu beginnen.
Das Projekt mit einer Gesamtinvestition von 5 Milliarden Euro ist das größte in der Geschichte von Infineon und gehört zu den bedeutendsten Fertigungsinvestitionsprojekten in Deutschland in den letzten Jahren. Mit der Inbetriebnahme der neuen Fabrik werden neue Arbeitsplätze in den Bereichen Verfahrenstechnik, Anlagenwartung, Produktionsbetrieb, Qualitätskontrolle, Fabrikbetrieb und Lieferkettenmanagement geschaffen. Bis eine Waferfabrik wirklich stabile Produktion erreicht, sind noch Phasen wie Anlagenabstimmung, Prozessqualifizierung, Ausbeutesteigerung, Kundenabnahme und Serienlieferung erforderlich. Der anschließende Rhythmus der Kapazitätsfreigabe wird sich direkt auf die Versorgungsstabilität für nachgelagerte Kunden in Bereichen wie Automobilelektronik, industrielle Stromversorgungen, Rechenzentrums-Stromversorgung und Anlagen für erneuerbare Energien auswirken.










