de.wedoany.com-Bericht: Die indische Telekommunikationsaufsichtsbehörde (Trai) hat vorgeschlagen, Kommunikationssatellitenbetreiber als Infrastrukturanbieter zu autorisieren, die mit bestehenden Telekommunikationsbetreibern zusammenarbeiten, um kommerzielle Kommunikationsdienste für Nutzer auszuweiten. Dieser Vorschlag erhielt am Donnerstag auf einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung gemeinsame Unterstützung von Satellitenbetreibern und Telekommunikationsbetreibern.

In der von Trai organisierten öffentlichen Diskussion stimmten Satellitenbetreiber wie Amazon Leo, Telekommunikationsbetreiber wie Vodafone Idea und Bharti Airtel sowie der Unternehmenskommunikationsanbieter Tata Communications dem Vorschlag von Trai zu, separate Ebenen für Netzwerkanbieter und Diensteanbieter einzurichten. Der Branchenthinktank India Broadband Forum (BIF) lehnte den Vorschlag ab und argumentierte, dass die aufstrebende Satellitenkommunikationsbranche als eigenständiger Dienst und nicht als reine Großhandelsinfrastrukturebene anerkannt werden sollte. Ein BIF-Sprecher wies darauf hin, dass die bloße Definition der Satellitenkommunikation als Infrastrukturebene im Widerspruch zum übergeordneten Telekommunikationsgesetz von 2023 stehe, das die Satellitenkommunikation ausdrücklich als eigenständigen Dienst einstuft. Auch Reliance Jio, das den Start eigener Satellitenkonstellationen angekündigt hat, lehnte die Einrichtung eines zweistufigen Rahmens ab und erklärte, dass die bestehenden Rahmen für Satelliten-Gateways und virtuelle Netzbetreiber das Problem bereits ausreichend abdecken. Hintergrund der Trennung von Netz- und Diensteebene ist, dass das Telekommunikationsministerium im Januar 2025 den zuvor von Trai vorgeschlagenen einheitlichen Rahmen für Netz- und Diensteebene abgelehnt hatte, mit der Begründung, dass dies zu erheblichen betrieblichen Ineffizienzen führen würde. In schriftlichen Stellungnahmen begrüßten Satellitenbetreiber wie Starlink, Amazon Leo und Oneweb die Einführung einer separaten Ebene und erklärten, dass dies Satellitenbetreibern helfe, ihre Netze im Dienstmodell zu betreiben, d.h. sich auf die Bereitstellung von Großhandelskapazitäten zu konzentrieren und die Einzelhandelsverpflichtungen den Partnern zu überlassen.










