Microsoft plant viertes KI-Rechenzentrum in Grevenbroich, Nordrhein-Westfalen
2026-07-03 15:50
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de.wedoany.com-Bericht: Microsoft stockt seine milliardenschweren Investitionen in KI-Rechenzentren im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) weiter auf und plant den Bau einer vierten Anlage in Grevenbroich im Rheinischen Revier. Das Unternehmen hat hierfür einen Kaufvertrag unterzeichnet, der jedoch noch von der Baugenehmigung abhängt. Das Rheinische Revier, ein Kohlerevier westlich von Köln, befindet sich im Strukturwandel nach dem Kohleausstieg.

3D-Darstellung eines Serverraums eines Rechenzentrums mit Telekommunikationsausrüstung, die das Konzept der Big-Data-Speicherung und Cloud-Computing-Technologie veranschaulicht

Die Investitionssumme wurde nicht bekannt gegeben, Schätzungen zufolge könnte sie mehrere hundert Millionen Euro oder sogar rund eine Milliarde Euro betragen. Microsoft hat bereits 3,2 Milliarden Euro in drei andere Rechenzentrumsprojekte in der Region investiert, die 2024 gestartet wurden. Ein Teil der Mittel wird auch für den Kapazitätsausbau des bestehenden Standorts in Frankfurt sowie für Schulungsprogramme zur Verbesserung der KI-Kompetenzen der Bevölkerung verwendet.

Die Standorte in Bedburg und Bergheim haben bereits Baugenehmigungen erhalten, die Genehmigung für Elsdorf steht noch aus. Sollte das Projekt in Grevenbroich wie geplant voranschreiten, könnte das Rechenzentrum Anfang der 2030er Jahre in Betrieb gehen. Microsoft gibt an, dass Industriekonzerne in NRW potenzielle Kunden seien und die hohe Marktnachfrage der Grund für die Wahl des vierten Standorts sei.

Agnes Heftberger, Geschäftsführerin von Microsoft Deutschland, erklärte, dass NRW eine wichtige Rolle für die Cloud- und KI-Strategie von Microsoft spiele und diese Erweiterung eine zusätzliche Investition in die lokale Infrastruktur und die Bevölkerung darstelle.

An den beiden bereits bekannt gegebenen Standorten werden jeweils mehrere hundert operative Arbeitsplätze sowie rund 2.500 Arbeitsplätze erwartet, die von anderen Unternehmen in der Umgebung geschaffen werden. In der Stadt Grevenbroich mit 69.000 Einwohnern könnte ein ähnlicher Beschäftigungszuwachs zu verzeichnen sein.

Der Bürgermeister von Grevenbroich, Klaus Krützen (SPD), sieht in dieser Investition ein wichtiges Signal für den Strukturwandel im Rheinischen Revier. Das Rechenzentrumsprojekt unterstreiche, dass die Stadt als moderner digitaler Transformationsstandort bereit sei. Der Bürgermeister erwartet, dass die Investition weitere neue Unternehmen auf die Stadt aufmerksam macht.

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