Südkoreas Hanwha Group plant bis 2040 Investitionen von 55 Billionen Won in Weltraum und KI
2026-07-05 13:50
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de.wedoany.com-Bericht: Die Hanwha Group plant, bis 2040 55 Billionen Won in die Luft- und Raumfahrt sowie in künstliche Intelligenz zu investieren, um eine unabhängige Weltraum-Infrastruktur zu schaffen, die Trägerraketen, Satelliten und ein verteidigungsbezogenes KI-Rechenzentrum umfasst. Die strategische Basis soll in der südkoreanischen Region Yeongnam errichtet werden.

Hanwha Aerospace-Werk in Changwon 2

Hanwha-Vizepräsident Kim Dong-kwan stellte diese langfristige Investitionsstrategie am 3. Juli auf dem nationalen Vision-Berichtstreffen zur fortschrittlichen Industrieentwicklung in der Region Yeongnam vor. Die Investitionen werden von den beiden Konzerntöchtern Hanwha Aerospace und Hanwha Systems von diesem Jahr bis 2040 umgesetzt.

Hanwha Aerospace wird 23 Billionen Won in die Entwicklung von Trägerraketen investieren und plant den Bau einer integrierten Montageanlage sowie entsprechender Forschungs-, Entwicklungs- und Testinfrastruktur. Ziel ist es, eine unabhängige Weltraumtransportfähigkeit sicherzustellen und gleichzeitig auf kommerzielle Startdienste umzustellen. Das Unternehmen wird außerdem 2 Billionen Won in verteidigungsbezogene KI investieren, um bemannte und unbemannte Luft- und Bodenwaffensysteme sowie integrierte bemannt-unbemannte Luftkampffähigkeiten zu entwickeln.

Hanwha Systems wird 20 Billionen Won in Satellitentechnologie investieren und plant den Aufbau einer eigenen Konstellation von Synthetic Aperture Radar (SAR)-Satelliten in einer sehr niedrigen Erdumlaufbahn (VLEO), eines weltraumgestützten KI-Rechenzentrums und eines Satellitenkommunikationsnetzwerks in einer niedrigen Erdumlaufbahn (LEO). Die Architektur besteht aus drei Schichten: einer Erdbeobachtungssatellitenkonstellation in 350 km Höhe zur Boden- und Seeaufklärung, einem Weltraum-KI-Rechenzentrum in 400 km Höhe und einem LEO-Satellitenkommunikationsnetzwerk in 900 km Höhe für Echtzeit-Datenübertragung. Hanwha Systems plant, bis 2031 64 SAR-Satelliten zu starten, um eine kontinuierliche Echtzeitüberwachung zu gewährleisten. Das Kommunikationsnetzwerk beginnt zunächst mit 192 Satelliten und wird später um 60 weitere ergänzt, um alternde Raumfahrzeuge zu ersetzen und die Abdeckung in der Arktis zu erweitern. Alle Satelliten werden mit Trägerraketen von Hanwha Aerospace gestartet.

Die Gruppe plant außerdem den Bau eines verteidigungsbezogenen KI-Rechenzentrums in Changwon, Provinz Gyeongsangnam-do. Hanwha Aerospace, Hanwha Systems und Hanwha Energy werden gemeinsam 10 Billionen Won investieren, jeweils zu gleichen Teilen. Die Anlage soll noch in diesem Jahr mit einer Kapazität von 45 Megawatt (MW) in Betrieb genommen werden und bis 2032 schrittweise auf 135 MW erweitert werden. Der Strombedarf wird durch die Stromerzeugungsanlagen von Hanwha Energy gedeckt.

Die Hanwha Group wird zusätzlich 2 Billionen Won in die Entwicklung des Defense OS (Betriebssystem für die Verteidigung) investieren, einem KI-Modell für die Verteidigung zum Training und zur Inferenz von Gefechtsfelddaten, das bis 2040 fertiggestellt werden soll. Das Projekt zielt darauf ab, Systeme wie die selbstfahrende Haubitze K9, unbemannte Überwasserfahrzeuge, unbemannte Unterwasserfahrzeuge und autonome Drohnen in intelligente Waffenplattformen zu verwandeln und gleichzeitig die Fähigkeiten für bemannt-unbemannte Verbände (MUM-T) sowie Systeme zur Abwehr unbemannter Luftfahrzeuge (C-UAS) zu verbessern.

„Der erste Schritt zur Sicherung der Weltraumsouveränität ist die Entwicklung unserer eigenen Trägerrakete", sagte Kim Dong-kwan. „Wir werden sicherstellen, dass Südkorea jederzeit die Fähigkeit hat, ins All zu gelangen."

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