de.wedoany.com-Bericht: Systra Ardanuy hat zwei Aufträge erhalten, um technische Unterstützung bei der Bauleitung und Systemintegration für die Entwicklung des Straßenbahnsystems in der Region Camp de Tarragona im Süden Kataloniens zu leisten. Die erste Phase des Projekts umfasst eine Streckenlänge von etwa 14 Kilometern, die Cambrils Centre über Salou mit Vila-seca Estació verbindet.

Das Unternehmen, das nach der Eingliederung des spanischen Ingenieurbüros Ardanuy in die französische Gruppe Systra gegründet wurde, hat zwei Verträge für dieses zukünftige Straßenbahnsystem erhalten. Das Netz wird von der katalanischen Eisenbahnbehörde Ferrocarrils de la Generalitat de Catalunya (FGC) betrieben werden. Camp de Tarragona ist eine wichtige Stadt und Tourismusregion im Süden Kataloniens; das Projekt zielt darauf ab, die Verkehrsanbindung zwischen mehreren zentralen Gebieten der Region zu verbessern.
Der erste Abschnitt der Straßenbahnlinie ist 14 Kilometer lang, verbindet Cambrils Centre über Salou mit Vila-seca Estació und nutzt teilweise den bestehenden Küstenbahnkorridor.
Der erste Vertrag wird von einem Konsortium aus Systra Ardanuy und dem spanischen Beratungsingenieurbüro TYPSA ausgeführt und umfasst die Bauleitung. Systra wird die Bauaufsicht unterstützen, den Fortschritt verfolgen und die spanische Eisenbahninfrastrukturbehörde ADIF, die Stadtverwaltungen sowie die Versorgungsunternehmen koordinieren. Der Vertrag umfasst auch die Überwachung der Tiefbau-, Eisenbahn- und Straßenbahnarbeiten bis hin zu Tests und der endgültigen Abnahme.
Der zweite Vertrag wird von einem Konsortium aus Systra Ardanuy und META, einer Tochtergesellschaft der Quadrante-Gruppe, ausgeführt und bietet technische Unterstützung bei der Systemintegration. Ziel ist es, den reibungslosen Betrieb aller Straßenbahnteilsysteme vor der Aufnahme des kommerziellen Betriebs sicherzustellen. Die Teilsysteme umfassen Infrastruktur, Stromversorgung, Signaltechnik, Telekommunikation, Fahrgasteinrichtungen, Sicherheit und Betrieb.
Joan Serrano, Vizepräsident von Systra Ibérica, erklärte, dass die Straßenbahn im Camp de Tarragona ein Vorzeigeprojekt im Verkehrsbereich im Süden Kataloniens sei. Er sieht den Erfolg des Projekts in der Koordination komplexer Bauarbeiten, der Verwaltung sensibler Eisenbahnschnittstellen und der Integration aller für den Betrieb erforderlichen Systeme. „Diese beiden Verträge zeigen den Wert von Systra bei Straßenbahnprojekten, die eine ganzheitliche Sichtweise vom Bau bis zur Inbetriebnahme erfordern“, so Joan Serrano.
Das Projekt ist technisch und städtebaulich anspruchsvoll. Die Bauarbeiten werden in einem beengten Umfeld stattfinden, das die Verlegung wichtiger Versorgungsleitungen sowie Arbeiten unter der Autobahn AP-7 und bestehenden Eisenbahnlinien umfasst. Das zukünftige Straßenbahnsystem wird unter anderem feste Fahrbahn, Elektrifizierung, Oberleitungen, Signaltechnik, Überwachungssysteme, Fahrgastinformation und Kommunikation umfassen. Die neuen Verträge bauen auf der bisherigen Beteiligung von Systra Ardanuy auf – das Unternehmen führte zwischen 2016 und 2018 Vorstudien durch, als das Projekt noch als Tram-Train-System konzipiert war, bevor es zu einem reinen Straßenbahnkonzept wechselte.










