de.wedoany.com-Bericht: Das geplante Geothermieprojekt der „Zukunftswärme M West“ (ZMW) in Bayern hat eine Bundesförderung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhalten. Ziel ist die Wärmeversorgung von Germering, Puchheim und dem Münchner Westen. Mit dieser Finanzierung überspringt das Projekt die Machbarkeitsstudie und geht direkt in die Forschungsarbeit des Fraunhofer-Instituts für Energieinfrastruktur und Geothermie (IEG).
Die ZMW wurde im Juli 2025 von den Nachbarstädten Germering (25 % Anteil) und Puchheim (15 % Anteil) gemeinsam mit dem Versorgungsunternehmen Münchner Stadtwerke (SWM, 60 % Anteil) gegründet. Kurz nach der Gründung beschlossen die Partner, das Geothermieprojekt in der Region gemeinsam zu entwickeln. Die Explorationslizenz wurde der ZMW bereits Anfang dieses Jahres erteilt.
Die Förderung stammt aus dem Bundesprogramm „Effiziente Wärmenetze“ (BEW) und deckt bis zu 50 % der Kosten der nächsten Projektphase ab. Das Fraunhofer IEG wird potenzielle Geothermiestandorte im Lizenzgebiet bewerten, um prioritäre Erschließungsflächen zu identifizieren und Schlüsseltechnologiedaten für die weitere Planung zu sammeln. Erste Ergebnisse der aktuellen Untersuchungsphase werden voraussichtlich Ende 2026 veröffentlicht.
Die geplante Geothermieanlage könnte frühestens 2033 in Betrieb gehen.

Nach den Kommunalwahlen vertreten der neu gewählte Germeringer Bürgermeister Daniel Liebetruth und der Puchheimer Bürgermeister Thomas Hofschuster ihre Städte im ZMW-Projekt. Die letzte Gesellschafterversammlung der ZMW fand Ende April statt, zeitgleich mit dem Ende der Amtszeit der vorherigen Bürgermeister. Die ehemaligen Germeringer Bürgermeister Andreas Haas und Puchheimer Bürgermeister Norbert Seidl nutzten die Gelegenheit, um die Geothermie-Angelegenheiten offiziell an ihre Nachfolger zu übergeben. Christine Cröniger, Geschäftsführerin der ZMW, betonte, dass das Projekt ohne das Engagement der beiden früheren Bürgermeister nicht zustande gekommen wäre, und freue sich, dass die neuen Bürgermeister das Projekt weiter unterstützen. Daniel Liebetruth hob hervor, dass sie durch die Tiefengeothermie in der Lage seien, die zukünftige Wärmeversorgung zu steuern, mit dem Ziel, den Bewohnern der Region langfristig nachhaltige, sichere und bezahlbare Wärme zu bieten. Thomas Hofschuster ergänzte, dass die Tiefengeothermie ein enormes Potenzial für eine klimaneutrale Wärmeversorgung biete, gleichzeitig aber sichergestellt werden müsse, dass das Projekt langfristig wirtschaftlich tragfähig und für alle Beteiligten bezahlbar sei.










