de.wedoany.com-Bericht: Auf dem Nordex-Business-Day in Belgrad gab der Konzern seinen Kunden, Partnern und Subunternehmern Pläne zur beschleunigten Erschließung des Balkanmarktes bekannt. Vladimir Kolarević, Geschäftsführer von Nordex Serbien, betonte in seiner Eröffnungsrede, dass das Unternehmen in den letzten zwei Jahren große Erfolge erzielt habe, die ohne die Unterstützung von Partnern und Kunden nicht möglich gewesen wären.

Die Nordex-Gruppe fertigt, installiert und wartet Onshore-Windkraftanlagen; die erste Turbine wurde vor vierzig Jahren in Betrieb genommen. Derzeit umfasst das Balkan-Geschäft Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Serbien, wobei die Region dem weiteren östlichen Mittelmeerraum (einschließlich Griechenland) zugeordnet ist. Das Unternehmen ist zudem in der Türkei und Rumänien tätig. CEO José Luis Blanco erklärte per Videobotschaft, dass die Balkanregion für das Unternehmen immer wichtiger werde. Seit dem Start des ersten Projekts in Kroatien im Jahr 2013 sei das Geschäft in der Region Jahr für Jahr stetig gewachsen. Blanco wies darauf hin, dass Nordex seine Kunden dabei unterstütze, in Märkte zu expandieren, in denen das Unternehmen selbst noch nicht tätig sei. Die Kunden schätzten nicht nur die Technologie, sondern auch das Verständnis des lokalen Marktes, das Engagement für die Region und die Fähigkeiten als langfristiger Partner. Das Management bestätigte, dass der Eintritt in die Märkte Albanien, Nordmazedonien und Bulgarien beschlossen sei, womit das Unternehmen nahezu ganz Südosteuropa abdecken werde.
Chief Commercial Officer Ibrahim Özarslan erläuterte in seiner Rede die Unternehmensstrategie mit dem Ziel, der kundenorientierteste Turbinenhersteller und Originalgerätehersteller der Welt zu werden. Er führte aus, dass Europa das Rückgrat der Nordex-Gruppe sei; von der weltweiten Gesamtinstallationsleistung von 62 Gigawatt entfielen 40 Gigawatt auf Europa (über 20.000 Einheiten). Das Unternehmen müsse zudem seine Präsenz in Kanada und den USA ausbauen und plane die Rückkehr auf die Märkte in Australien und Neuseeland. Mit Blick auf die geopolitische Lage sagte Özarslan, dass erneuerbare Energien in hohem Maße von der Politik abhingen; Regierungswechsel könnten die Marktlandschaft schnell verändern, wie beispielsweise in Deutschland und den USA. Er betonte jedoch, dass der Energiebedarf, das Streben nach Energieunabhängigkeit sowie der Bedarf an Geschwindigkeit und Erschwinglichkeit nicht mehr von politischen Faktoren bestimmt würden. Er wies darauf hin, dass erneuerbare Energien trotz länderspezifischer Unterschiede zu einem grundlegenden Faktor im Energiesektor würden.

Özarslan gab bekannt, dass Nordex im vergangenen Jahr in Europa einen Auftragsmarktanteil von 48 Prozent hatte, diesen Anteil bei einem Gesamtauftragsvolumen von 19 Gigawatt erzielte und damit zum vierten Mal in Folge an der Spitze stand. Global betrachtet sei 2025 das beste Jahr seit Özarslans Eintritt in das Unternehmen vor 28 Jahren, und für 2026 werde ein noch besseres Jahr erwartet. Laut Pipeline-Daten werde die installierte Leistung in Europa innerhalb von zwei Jahren um 37 Prozent auf 58,5 Gigawatt steigen. Özarslan räumte ein, dass der Wettbewerb mit chinesischen Originalgeräteherstellern manchmal schwierig sei, das Unternehmen jedoch in der Lage sei, damit umzugehen und daraus zu lernen.
Anne-Catherine de Tourtier, Vizepräsidentin des Unternehmens für die Mittelmeerregion, erklärte, dass der Balkan zu einer der wachstumsstärksten Regionen für die Nordex-Gruppe und den Sektor der erneuerbaren Energien werde. Sie gab bekannt, dass beim Tušnica-Projekt in Bosnien und Herzegowina (Kapazität 72,6 Megawatt) bereits 4 von 11 Turbinen installiert seien. De Tourtier bezeichnete den serbischen Markt als zunehmend wettbewerbsintensiv und lud alle Beteiligten ein, ihre komplexesten Projekte, Herausforderungen und Ambitionen an Nordex heranzutragen. Sie betonte, dass das Unternehmen nicht nur ein Lieferant, sondern ein enger Partner von der ersten Konzeption bis zum langfristigen Betrieb sei.

Christopher Billot, Vertriebsdirektor von Nordex für die Mittelmeerregion, sagte, dass es in Albanien kurzfristig vielversprechende Projekte gebe und das Unternehmen einigen Kunden auf den bulgarischen Markt folge. Im gesamten östlichen Mittelmeerraum verfüge das Unternehmen über ein Projektportfolio von 2,3 Gigawatt, wovon 1,2 Gigawatt installiert und der Rest im Bau seien. In Kroatien habe das Unternehmen 12 Projekte mit einer Betriebsleistung von 635 Megawatt ausgeliefert; in Griechenland seien Turbinen mit einer Gesamtleistung von 452 Megawatt ans Netz gegangen; in Serbien betrage die ans Netz gegangene Leistung 200 Megawatt.










