de.wedoany.com-Bericht: Wie Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, führt die thailändische Staatliche Erdölgesellschaft (PTT) erste Gespräche mit Entwicklern von US-amerikanischen LNG-Exportprojekten über eine mögliche Beteiligung an entsprechenden Anlagen und die Sicherung langfristiger Lieferungen. Ziel ist es, die langfristige Versorgungsstabilität zu gewährleisten und den teuren Einkauf von Spot-LNG während Krisen wie den Unruhen im Nahen Osten zu vermeiden.
Laut Bloomberg-Quellen verhandelt PTT mit mehreren Entwicklern, darunter Woodside Energy, das in den USA ein LNG-Exportwerk in Louisiana baut. Woodside sucht feste langfristige Abnahmeverpflichtungen für sein neu genehmigtes LNG-Werk in Louisiana. Die CEO von Woodside Energy, Liz Westcott, sagte letzten Monat gegenüber Bloomberg TV, dass das Interesse der Käufer an der LNG-Produktion aus Louisiana seit der unerwarteten Unterbrechung der Lieferungen aus dem Nahen Osten zuletzt gestiegen sei.
PTT teilte Bloomberg in einer Erklärung mit, dass das Unternehmen sein LNG-Versorgungsportfolio erweitern wolle und die USA nur eines der in Betracht gezogenen Länder seien. Die plötzliche Unterbrechung der LNG-Exporte aus dem Nahen Osten hat asiatische Käufer, darunter Thailand als größten LNG-Importeur Südostasiens, dazu veranlasst, nach langfristigen Lösungen zu suchen, um Lieferungen aus Quellen zu beziehen, die nicht durch die Straße von Hormus führen müssen. Reuters berichtete letzten Monat unter Berufung auf informierte Kreise, dass die Verhandlungen über langfristige US-LNG-Lieferungen nach Thailand seit dem Krieg im Iran und der Schließung der Straße von Hormus, die zu Unterbrechungen der Lieferungen aus Katar führte, beschleunigt wurden.
Thailand hat sich verpflichtet, US-Energieprodukte, einschließlich LNG, zu kaufen. Im Oktober 2025 einigten sich die USA und Thailand auf einen gegenseitigen Handelsrahmen, wonach Thailand sich verpflichtete, jährlich US-Energieprodukte im Wert von rund 5,4 Milliarden US-Dollar zu kaufen, darunter LNG, Rohöl und Ethan.
Thailand plant zudem vorläufig eine Beteiligung am zukünftigen Alaska-LNG-Projekt. Dieses Projekt wird von der Trump-Administration stark vorangetrieben und unterstützt. Für das 44 Milliarden US-Dollar teure Alaska-LNG-Projekt steht eine endgültige Investitionsentscheidung noch aus. Allerdings unterzeichnete die thailändische PTT im vergangenen Jahr eine Kooperationsvereinbarung zur strategischen Beteiligung an dem Projekt, einschließlich des jährlichen Bezugs von 2 Millionen Tonnen LNG aus Alaska über einen Zeitraum von 20 Jahren.










