de.wedoany.com-Bericht: Das überarbeitete „Gesetz zur Förderung der Nutzung von Informations- und Kommunikationsnetzen sowie zum Informationsschutz“, das ab dem 7. dieses Monats in Kraft tritt, legt fest, dass die Regierung nicht mehr direkt über die Falschheit von Online-Informationen entscheidet. Stattdessen bewerten private Plattformen wie Naver, Kakao und Google diese eigenständig und können das International Fact-Checking Network (IFCN) mit der externen Überprüfung beauftragen.
Das IFCN wurde 2015 von der US-amerikanischen Forschungs- und Bildungseinrichtung Poynter gegründet. Es handelt sich um eine globale Organisation zur Wahrheitsfindung, die weltweite Entwicklungen im Bereich der Faktenprüfung verfolgt und jährlich internationale Konferenzen zu diesem Thema abhält. Derzeit sind über 160 Einrichtungen, darunter die US-amerikanische Zeitung „The Washington Post“, vom IFCN zertifiziert.
Nach Angaben der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT)-Branche gibt es in Südkorea zwei vom IFCN zertifizierte Einrichtungen: den Fernsehsender JTBC und das Online-Wirtschaftsmedium Newstop. JTBC erhielt im Januar 2020 als erstes Medium in Südkorea die IFCN-Zertifizierung, Newstop folgte im Jahr 2023. Gemäß dem überarbeiteten Gesetz wird JTBC für die Überprüfung der Echtheit von Beiträgen verantwortlich sein, die von Influencern wie inländischen Plattformen, Medien und YouTubern veröffentlicht werden.
Ein Vertreter der Rundfunk- und Medienkommission erklärte, dass JTBC derzeit tatsächlich eine Faktenprüfungsorganisation sei, aber in Zukunft weitere Einrichtungen, darunter Medien, zusätzliche Anträge stellen würden. Tatsächlich hat TV Chosun bereits im April dieses Jahres die IFCN-Zertifizierung beantragt, um die internationale Überprüfung der Glaubwürdigkeit der Wahrheitsfindung zu starten. Auch die bürgerbeteiligte Plattform „Patti“ hat einen Antrag eingereicht.
Ein Vertreter der Kommunikationskommission wies darauf hin, dass Medien und Bürgergruppen mit Faktenprüfungsabteilungen in Südkorea aktiv die IFCN-Zertifizierung beantragen, um mit globalen Plattformen zusammenzuarbeiten. Das IFCN sei jedoch keine von der Regierung gesetzlich bestimmte Einrichtung.
Globale Technologieunternehmen wie Google und Meta erklärten, dass sie bei der Filterung von Falschinformationen auf ihren Plattformen keine Selbstzensur durchführen, sondern sich auf die Bewertungen vertrauenswürdiger Organisationen wie dem IFCN stützen. Daher wird erwartet, dass die Glaubwürdigkeit des IFCN und ähnlicher Organisationen weiter steigt.










