de.wedoany.com-Bericht: Die Xarion Laser Acoustics GmbH (Wien, Österreich) hat die laserangeregte Akustiktechnologie (LEA) vorgestellt, die lasererzeugte Ultraschallwellen mit einem patentierten optischen Mikrofon kombiniert. Dies ermöglicht eine vollautomatische Ultraschallprüfung von Bauteilen aus Verbundwerkstoffen ohne physikalischen Kontakt, ohne Koppelmittel und ohne Eintauchbad.

Im Zuge der Skalierung der Fertigung von Verbundwerkstoffen wird die Prüfgeschwindigkeit zunehmend zum Engpass für die Produktionseffizienz. Herkömmliche Ultraschallprüfungen sind auf Gel oder Wasser als Koppelmittel angewiesen, was nicht nur zusätzliche Prozessschritte erfordert, sondern auch die Automatisierung verkompliziert. Zudem entstehen leicht Durchsatzengpässe, wenn die Prüfkopfeinstellung an unterschiedliche Bauteilgeometrien angepasst werden muss. Für feuchtigkeitsempfindliche Bauteile sind wasserbasierte Prüfungen nicht geeignet. Die LEA-Technologie begegnet diesen Einschränkungen mit einem kompakten, faseroptisch gekoppelten Prüfkopf, der ohne Wechsel des Prüfkopfs oder Handhabung von Koppelmitteln auskommt, sich an unterschiedliche Krümmungen anpassen lässt und leicht in Robotersysteme und kollaborative Roboterzellen integrierbar ist.
Die Technologie verwendet eine luftgekoppelte, einseitige Impuls-Echo-Methode und kann Defekte wie Delaminationen, Entklebungen, Risse und Porosität identifizieren sowie tiefengenau lokalisieren. Dies liefert eine Grundlage für Reparaturentscheidungen bei kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen.
Die Anwendungsszenarien decken verschiedene Automatisierungsgrößen ab. Große Roboteranlagen ermöglichen die Prüfung von Helikopter-Heckauslegern und anderen gekrümmten Luftfahrtstrukturen in einem einzigen kontinuierlichen Scan; kompakte kollaborative Roboterzellen eignen sich für kleinere, komplexer geformte Bauteile wie Ansaugrohre und Motorhauben, mit schneller Einrichtung und ohne Koppelmittelhandhabung. Bei der Prüfung feuchtigkeitsempfindlicher Komponenten wie Substraten von Satelliten-Solarzellen ermöglicht LEA eine umfassende Ultraschallprüfung, wenn wasserbasierte Methoden nicht eingesetzt werden können.
Die Konfiguration der Sensorköpfe reicht von 1 bis 16 Kanälen. Das Unternehmen positioniert die Technologie für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie und der Mikroelektronik, wobei der Einsatzbereich von der Laborvalidierung bis hin zu vollautomatischen Produktionslinien reicht.










