de.wedoany.com-Bericht: Boskalis und Van Oord haben den Auftrag für Baggerarbeiten im Malmporten-Projekt im schwedischen Hafen Luleå erhalten. Der Auftrag wurde von der Schwedischen Seefahrtsbehörde (Swedish Maritime Administration) und der Stadt Luleå vergeben und wird zu gleichen Teilen zwischen den beiden Unternehmen aufgeteilt.
Luleå, die Hauptstadt der nördlichen Provinz Norrbotten, erlebt eine bedeutende grüne industrielle Entwicklung, angetrieben durch Investitionen in fossilfreien Stahl und nachhaltige Energie. Die laufende Umgestaltung des Hafengebiets wird seine Rolle als regionaler Logistikknotenpunkt zur Unterstützung dieses Wandels stärken.
Gemäß dem Vertrag wird das Joint Venture die Fahrrinne und das Hafenbecken vertiefen, um Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 14,7 Metern und einer Ladekapazität von 85.000 Tonnen aufnehmen zu können. Dies entspricht fast einer Verdopplung der derzeitigen Kapazität von 45.000 Tonnen. Die Erweiterung wird die Betriebseffizienz steigern und dazu beitragen, die Emissionen pro transportierter Tonne Fracht zu senken.
Die Durchführung des Projekts ist für Frühjahr 2027 geplant. Die Arbeiten werden in der eisfreien Jahreszeit durchgeführt und bis Mitte August 2030 abgeschlossen sein. Die Arbeiten umfassen das Ausbaggern von rund 14 Millionen Kubikmetern Material, darunter Sand, Schluff, Ton, Moränenboden, Kiesel sowie große Mengen an anstehendem Gestein (roca fresca). Ein Teil des Baggerguts wird für Landauffüllungen wiederverwendet, wodurch neue Tiefwasserhafenbereiche erschlossen werden.
Es wird eine Reihe spezialisierter Geräte eingesetzt, darunter Saugbagger, Löffelbagger, Greifbagger sowie Bohr- und Sprengplattformen. Umweltminderungsmaßnahmen umfassen den Einsatz von Sedimentationsgittern, Blasenschleiern, umweltfreundlichen Greifern, Trübungsüberwachung und innovative Baggertechniken, um die Umweltauswirkungen zu minimieren.
Boskalis und Van Oord sind mit dem Projektgebiet vertraut, da sie bereits 2024 in Luleå Vorbereitungsbaggerarbeiten durchgeführt haben. Diese Vorarbeiten umfassten die Beseitigung von rund 1,5 Millionen Kubikmetern Sedimenten, hartem Moränenboden und großen Felsbrocken, die typisch für die nördliche Ostsee sind.










