de.wedoany.com-Bericht: Das Kansas City District des United States Army Corps of Engineers (USACE) arbeitet mit dem Kansas Water Office zusammen, um ein Demonstrationsprojekt für Wasserinjektionsbaggerung (Water Injection Dredging, WID) am Tuttle Creek Lake in Manhattan, Kansas, voranzutreiben. Das Projekt, das von der Michels Corporation durchgeführt wird, befindet sich derzeit in der dritten Phase und zielt darauf ab, zu bewerten, ob diese innovative Technik Sedimente effektiv aus dem Stausee entfernen kann, um dessen wertvolles Speichervermögen wiederherzustellen.
Der Tuttle Creek Lake ist der größte Stausee im Einzugsgebiet des Kansas River. Seit dem Bau des Damms im Jahr 1962 haben sich 438 Millionen Kubikyard Sediment im See angesammelt. Die Sedimentablagerung hat zu einer Verkleinerung der Wasseroberfläche des Stausees geführt, Bootsrampen überflutet, Lebensräume in den Buchten zerstört und mehrere Wasserentnahmestellen zur Aufgabe gezwungen. Schätzungen zufolge wird der Mehrzweckbecken des Stausees ohne Gegenmaßnahmen bis zum Jahr 2074 zu 75 % mit Sediment gefüllt sein, sodass nur noch 25 % der ursprünglichen Speicherkapazität verbleiben. Das Projekt ist in drei Phasen unterteilt, von denen die ersten beiden im Frühjahr 2025 und 2026 abgeschlossen wurden.
Die Wasserinjektionsbaggerungstechnik injiziert Wasser unter hohem Druck in den Seegrund, um Sedimente aufzuwirbeln und zu resuspendieren, sodass sie mit der natürlichen Strömung flussabwärts transportiert werden. Im Vergleich zu herkömmlichen mechanischen Baggerverfahren ist diese Methode kostengünstiger und verursacht weniger Störungen des Ökosystems. In diesem Projekt überwachen das USACE und seine Partner genau Schlüsselindikatoren wie Sedimenttransport, Umweltauswirkungen und Betriebseffizienz. Die Projektleiterin Laura Totten erklärte: „Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt bei der Erforschung nachhaltiger Baggertechniken zur Wiederherstellung der Speicherkapazität.“

Das Projekt musste bei seiner praktischen Umsetzung mehrere Herausforderungen bewältigen. Am 15. März 2026 fiel ein mit 1.800 Gallonen Diesel gefüllter Kraftstofftank aufgrund starken Winds von einem Lastkahn in den See, was zu einer Unterbrechung der Arbeiten führte. Der leckgeschlagene Tank wurde am 18. März erfolgreich geborgen. Am 26. März 2026 wurden die Arbeiten nach Genehmigung durch das Kansas Department of Health and Environment wieder aufgenommen. Darüber hinaus führten anhaltende starke Winde und Gewitter im Frühjahr dazu, dass die Betriebszeit von ursprünglich geplanten 10 auf 15 Tage verlängert werden musste. Basierend auf den während der Frühjahrsdemonstration gesammelten Daten startete das Projektteam planmäßig im Juni 2026 die Sommerdemonstrationsphase.
Der erfolgreiche Abschluss dieses Projekts ist nicht nur für die Aufrechterhaltung der Hochwasserschutz-, Wasserversorgungs- und ökologischen Funktionen des Tuttle Creek Lake von entscheidender Bedeutung, sondern wird auch wertvolle technische Referenzen und Demonstrationserfahrungen für andere Stauseen in den USA liefern, die mit ähnlichen Sedimentationsproblemen konfrontiert sind. Über 40 % der Bevölkerung von Kansas, einschließlich Städten wie Topeka, Kansas City und Manhattan, sind auf den Hochwasserschutz und die Wasserversorgung des Sees angewiesen.










