Niederländisches MagiQware erhält 575.000 Euro in Pre-Seed-Finanzierung
2026-07-07 09:37
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de.wedoany.com-Bericht: Das Deep-Tech-Ausgründungsunternehmen MagiQware der Technischen Universität Delft (TU Delft) hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen, mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 575.000 Euro (ca. 658.000 US-Dollar). Die Runde wurde von der Frühphasen-Investmentgesellschaft LUMO Labs über das TTT.AI-Programm angeführt, mit einem ersten Abschluss von 500.000 Euro. Anschließend beteiligten sich Graduate Ventures und Delft Enterprises B.V. gemeinsam, wodurch die Finanzierungssumme auf 575.000 Euro erhöht wurde. Die Mittel werden verwendet, um die Produktentwicklung zu beschleunigen, den automatisierten Software-Compiler zu validieren und das technische Team zu erweitern.

MagiQware konzentriert sich darauf, den enormen Ressourcenaufwand an physikalischen Qubits zu reduzieren, der für den Betrieb fehlertoleranter Quantencomputer (FTQC) erforderlich ist. Standard-Quantenalgorithmen nutzen Quantenfehlerkorrektur, um Operationen vor Phasendekohärenz zu schützen. Die Ausführung nicht-Cliffordscher Logikgatter erfordert jedoch spezielle algorithmische Subroutinen, sogenannte „Magic-State-Fabriken". Diese Fabriken destillieren hochtreue Magic States durch Filterung von physikalischem Rauschen, wobei der Destillationsprozess selbst zu einem erheblichen Engpass wird und typischerweise bis zu 90 % der physikalischen Qubits und des Schaltkreisplatzes in einem Full-Stack-Quantencomputer verbraucht.

Das Unternehmen entwickelt spezielle Optimierungswerkzeuge im Quanten-Compiler- und Software-Stack, um diese technischen Hürden zu senken. Das technische Team unter der Leitung von CEO Dr. Arash Ahmadi, CTO Shakeeb Majid, Geräteleiterin Dr. Sahar Hejazi und Theorieleiter Dr. Ali Moghaddam setzt spezielle Reinforcement-Learning-Modelle ein, um die Produktion von Magic States zu orchestrieren. Durch dynamische Erkennung und Optimierung von Destillationsschaltkreisarchitekturen mittels automatisierter KI-Agenten hat der Compiler von MagiQware in Zielfabriken eine Reduzierung der Schaltkreislänge um bis zu 40 % nachgewiesen, wodurch der gesamte Hardwareaufwand für Full-Stack-Systementwickler gesenkt wird, ohne die physikalische Hardwareebene zu verändern. Die genannten Finanzierungsparameter und technischen Fortschritte wurden von LUMO Labs, Graduate Ventures bzw. MagiQware offengelegt.

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