de.wedoany.com-Bericht: Das in Paris ansässige Unternehmen Skello hat eine Finanzierung in Höhe von 200 Millionen Euro erhalten, angeführt von Bridgepoint, mit erneuter Beteiligung der bestehenden Investoren Partech und XAnge. Ungewöhnlicherweise besitzen die Gründer und das Management nach der Finanzierungsrunde aufgrund der guten Geschäftslage einen größeren Anteil am Unternehmen, anstatt verwässert zu werden, während Bridgepoint zum größten externen Aktionär wurde.

Skello konnte diese Bedingung erreichen, da das Unternehmen bereits profitabel ist. Das Unternehmen erzielte 2025 die Gewinnschwelle und erwirtschaftet einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz von über 50 Millionen Euro. Das Unternehmen entwickelt KI-gestützte Software für Schichtplanung und Personalwesen für Teams an der Basis, eine Gruppe, die etwa 55 % der europäischen Erwerbsbevölkerung ausmacht und von digitalen Werkzeugen lange vernachlässigt wurde.
Quitterie Mathelin-Moreaux und Emmanuelle Fauchier-Magnan, beide ehemalige Mitarbeiter von Partech, gründeten Skello im Jahr 2016. Derzeit bedient das Unternehmen rund 30.000 Unternehmen mit 700.000 täglich aktiven Nutzern, darunter Kunden von kleinen Restaurants bis hin zu großen Konzernen wie Starbucks und Intermarché. Das Team umfasst 400 Mitarbeiter mit Standorten in Paris, Lille und Barcelona.
Skello hat die Verwendung dieser Mittel klar definiert: Neben Investitionen in KI und Einstellungen sollen sie auch für Übernahmen genutzt werden. Dies bedeutet, dass das Unternehmen in dem von Bridgepoint als „stark unterversorgt und fragmentiert“ bezeichneten Markt kleinere Wettbewerber konsolidieren will. Im Jahr 2026 plant Skello, rund 100 neue Mitarbeiter in den Bereichen Technologie, Daten und Vertrieb einzustellen.
Das Kernprodukt, das seine Expansion stützt, ist Skello Assistant, ein KI-Agent, der 2025 eingeführt wurde und Überstunden markieren, Lohnabrechnungsdiskrepanzen beheben und konforme Schichtpläne erstellen kann. Die Gründer betonen, dass das Tool darauf abzielt, Führungskräfte zu unterstützen, nicht zu ersetzen, und Berichten zufolge pro Führungskraft und Monat etwa 35 Stunden einspart.
Im Markt für Software zur Verwaltung von Mitarbeitern an der Basis herrscht ein intensiver Wettbewerb. Das spanische Unternehmen Factorial sammelte im Juni 150 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 2,5 Milliarden US-Dollar ein, und das schwedische Unternehmen Quinyx hat insgesamt über 100 Millionen US-Dollar eingesammelt. Skello zeichnet sich jedoch dadurch aus, dass es Rentabilität mit Rücklagen für Übernahmen statt für das Überleben kombiniert. Dies gibt dem von Frauen geführten französischen Unternehmen die Chance, in dieser fragmentierten Softwarekategorie zu einem ernstzunehmenden Wettbewerber auf dem europäischen Markt zu werden. Die Herausforderung besteht darin, die führende Position im Heimatmarkt in eine echte grenzüberschreitende Expansion umzuwandeln.










