Hochtief-Konsortium erhält Auftrag für Prager U-Bahn-Linie D im Wert von 1,23 Milliarden Euro
2026-07-07 10:51
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Ein Konsortium bestehend aus Hochtief CZ, Hochtief Infrastructure, Subterra und BeMo Tunneling hat von der Prager Verkehrsgesellschaft (DPP) den Zuschlag für den Bau der nächsten Phase der Prager U-Bahn-Linie D erhalten. Der Gesamtauftragswert beträgt 1,23 Milliarden Euro, wobei der Anteil von Hochtief 428 Millionen Euro ausmacht. Die Bauleistungen umfassen den Neubau von drei unterirdischen Bahnhöfen sowie Tunnelstrecken mit einer Gesamtlänge von rund sechs Kilometern. Die Bauarbeiten sollen innerhalb weniger Wochen nach der Auftragsvergabe beginnen und bis 2032 abgeschlossen sein.

Die Hochtief AG ist ein weltweit führendes Bau- und Ingenieurbauunternehmen mit Hauptsitz in Essen, Deutschland. Das Geschäftsfeld umfasst Verkehrsinfrastruktur, Energieanlagen, Hochbau sowie Immobilienentwicklung. Das Unternehmen ist in zahlreichen Ländern und Regionen weltweit vertreten. Subterra ist ein führendes tschechisches Unternehmen im Tief- und Tunnelbau und verfügt über umfangreiche Erfahrung im Bau der Prager U-Bahn. BeMo Tunneling ist ein auf Tunnel- und Untertagebau spezialisierter Auftragnehmer. Die Prager Verkehrsgesellschaft ist der Betreiber und Verwalter des öffentlichen Nahverkehrs in der tschechischen Hauptstadt Prag und verantwortlich für Bau und Betrieb der U-Bahn, Straßenbahnen und Busse.

Die Prager U-Bahn-Linie D ist die vierte U-Bahn-Linie der Stadt. Sie ist 10,6 Kilometer lang, umfasst zehn Stationen, verbindet das Stadtzentrum mit den südlichen Vororten und ermöglicht Umsteigemöglichkeiten zur bestehenden Linie A (grün) und Linie C (rot). Diese Linie ist die erste U-Bahn-Linie Prags, die vollautomatisch und fahrerlos betrieben wird. Der nun vergebene Bauabschnitt 1b verlängert die Strecke von der derzeit im Bau befindlichen Station Olbrachtova nach Süden bis Nové Dvory. Die Vergabe dieses Abschnitts war von Verzögerungen geprägt, die durch Ausschreibungsstreitigkeiten und Prüfungen durch die Wettbewerbsbehörde mehrfach verschoben wurden. Der zuvor fertiggestellte Bauabschnitt 1a des Projekts ist etwa einen Kilometer lang und umfasst den Abschnitt zwischen den Stationen Pankrác und Olbrachtova; dessen Bau begann im Jahr 2022.

Technisch gesehen werden die Tunnel der Linie D nach der Neuen Österreichischen Tunnelbaumethode (NÖT) errichtet, kombiniert mit einer ersten Sicherung aus Spritzbeton, Ankern und Rohrschirmen sowie einer systematischen Konvergenz- und Setzungsüberwachung. Die Station Nové Dvory, eine der Kernstationen des Bauabschnitts 1b, ist als große, nach der Bergbauweise errichtete Felskaverne konzipiert. Sie umfasst steile Rolltreppenverbindungen, eine mittlere Kuppelstruktur für den bidirektionalen Vortrieb sowie mit Stahlbetonstützen versehene Abzweigtunnel für künftige Streckenverzweigungen. Die Unterzeichnung dieses Vertrags markiert eine neue Phase im Bau der Prager U-Bahn-Linie D. Die gesamte Linie soll voraussichtlich nach 2032 in Betrieb gehen.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com