de.wedoany.com-Bericht: Das Cloud-Computing-Unternehmen Salesforce hat angekündigt, in den nächsten fünf Jahren eine Milliarde US-Dollar in der Schweiz zu investieren, um die Transformation des Landes hin zu einer agentenbasierten KI zu beschleunigen. Marc Benioff, Chairman und CEO von Salesforce, gab diese Investitionspläne während seines Besuchs in der Schweiz am Vorabend des „AI for Good Global Summit“ in Genf bekannt. Während des Gipfels wird Benioff gemeinsam mit dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame und ITU-Generalsekretärin Doreen Bogdan-Martin die erste Sitzung des „AI for Good Global Council“ leiten, das über 40 Staats- und Regierungschefs, CEOs und Führungskräfte internationaler Organisationen vereint, um praktikable Wege für eine verantwortungsvolle KI-Entwicklung und einen globalen gleichberechtigten Zugang voranzutreiben. Benioff erklärte, die Schweiz sei ein Zentrum für globale Institutionen, bahnbrechende Unternehmen und eine tiefe Tradition von Innovation und Vertrauen. Das Unternehmen freue sich, durch diese Investition seine lokale Präsenz auszubauen und mit Schweizer Organisationen zusammenzuarbeiten, um die Entwicklung agentenbasierter Unternehmen voranzutreiben.

Die Schweiz spielt eine führende Rolle bei der Gestaltung der KI-Governance. Sie ist Sitz der ITU, des Weltwirtschaftsforums und Dutzender internationaler Organisationen und wird 2027 den Global AI Summit ausrichten (nach Frankreich 2025 und Indien 2026). Herr Benioff ist Mitglied des Vorstands des Weltwirtschaftsforums und unterstützt persönlich das Crowther Laboratory der ETH Zürich. Salesforce eröffnete 2004 sein erstes Büro in der Schweiz und unterhält heute Niederlassungen in Zürich und Lausanne, betreut über 1.000 lokale Kunden und arbeitet mit mehr als 100 Partnern zusammen, um die digitale Transformation voranzutreiben.
In Bereichen wie Banken, Life Sciences und Energie hilft Salesforce Schweizer Unternehmen mit seiner Plattform Agentforce, Menschen, Agenten und Systeme zu integrieren. Konkrete Beispiele sind: Der europäische virtuelle Pflegeanbieter Oviva nutzt Agentforce, um monatlich über 300.000 Kundenanfragen autonom zu bearbeiten, 50 % der Anfragen abzufangen und 40 % der operativen Supportprobleme (wie Passwortzurücksetzungen und Ernährungsberaterzuweisungen) ohne menschliches Eingreifen zu lösen. Der Schweizer Taschenhersteller FREITAG hat den KI-Agenten „FRIDA“ implementiert, der von Agentforce angetrieben wird und wiederkehrende Kundenanfragen bearbeitet, wodurch eine Kundenzufriedenheit von über 95 % erreicht wird. Das Weltwirtschaftsforum nutzt Agentforce, um einen agentenbasierten Concierge-Service namens „EVA“ zu erstellen, der beim Jahrestreffen 2026 in Davos über 3.000 globalen Führungskräften personalisierte Zeitpläne, Navigation und Briefing-Generierung bietet. Jeff Rowe, CEO der Syngenta-Gruppe, kommentierte, Salesforce sei seit 14 Jahren ein strategischer Technologiepartner. Agentforce helfe dem Vertriebsteam, intelligenter zu arbeiten, Datenzyklen zu verbessern und Beratern mehr Zeit für die Unterstützung von Landwirten zu geben, indem weniger Zeit für die Informationssammlung benötigt werde. Wenn Daten verbunden und zugänglich seien, habe KI das Potenzial, die Landwirtschaft zu einer der am stärksten digitalisierten Branchen der Welt zu machen.
Darüber hinaus unterstützt die Technologie von Salesforce über 480 Schweizer Non-Profit-Organisationen und Hochschuleinrichtungen. Das 2020 in der Schweiz gestartete Programm „Frauen zurück in den Arbeitsmarkt“ hat bereits über 600 Frauen geholfen, mehr als 1.000 Salesforce-Zertifizierungen zu erlangen. Seit 2015 arbeitet das Unternehmen im Rahmen des Davos-Code-Programms mit Bergschulen zusammen, um Hunderten von Schweizer Schülern praktische Erfahrungen in Programmierung, Datenanalyse und KI zu vermitteln. Salesforce hat lokalen Non-Profit-Organisationen und Hochschuleinrichtungen Zuschüsse in Höhe von über 7,5 Millionen US-Dollar gewährt, und die Mitarbeiter haben mehr als 79.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet, darunter Artenschutzprojekte des Schweizer Vogelschutzes und gemeinsame Baumpflanzaktionen mit dem WWF. Great Places to Work hat Salesforce dieses Jahr als den drittbesten großen Arbeitsplatz in der Schweiz ausgezeichnet.










