de.wedoany.com-Bericht: Das brasilianische Startup InspireIP hat die Lösung SignaIP entwickelt, um Änderungen an digitalen Bildern zu erfassen und zu verifizieren. Die Lösung verwendet den internationalen Standard C2PA, um digitalen Bildern Metadaten hinzuzufügen, sodass später die Urheberschaft und der Änderungsverlauf überprüft werden können.
Angesichts der Schwierigkeit, KI-generierte Bilder von traditionell erstellten Werken zu unterscheiden, wird es immer dringlicher, die Werke von Künstlern im Internet vor Manipulation zu schützen, ihre Urheberschaft sicherzustellen und eine Vergütung zu gewährleisten. SignaIP kann den Namen des Autors, Website- und Social-Media-Informationen sowie technische Daten wie den ursprünglichen Dateinamen, die Erweiterung, Größe und Auflösung gemeinsam im Bild speichern.
Caroline Nunes, Gründerin von InspireIP, erklärte im Gespräch mit Mobile Time, dass diese Metadaten widerstandsfähiger gegen jegliche Änderungen am Bild seien. Jede von Dritten vorgenommene Änderung am Bild werde in der digitalen Datei festgehalten, sodass ein vollständiger Änderungsverlauf entstehe.
Der C2PA-Standard wird bereits von großen Unternehmen wie Meta, Google, Adobe und OpenAI übernommen. Unter den rund 50 offiziell zur Nutzung von C2PA zugelassenen Organisationen ist InspireIP derzeit das einzige brasilianische Unternehmen.
Bei der Registrierung eines Bildes auf SignaIP kann der Eigentümer des Werks KI-Diensten die Nutzung des Bildes erlauben oder verbieten. Insgesamt kann der Autor der KI-Engine vier verschiedene Berechtigungen erteilen oder verweigern: Training generativer KI-Modelle, Training nicht-generativer KI-Modelle (z. B. Bildklassifizierung), Data Mining und KI-Inferenz. Nunes zufolge ist SignaIP die einzige Lösung auf dem Markt, die eine derart feingranulare „Opt-out“-Option für KI bietet.
Neben der Registrierung zum Schutz von Bildern kann SignaIP auch analysieren, ob ein Bild von KI generiert wurde. Nach dem Hochladen einer Datei gibt das System die Wahrscheinlichkeit an, dass die Datei von KI erstellt wurde. Diese Funktion ist besonders nützlich, um Falschmeldungen in sozialen Medien zu überprüfen.
Die Plattform befindet sich derzeit in der Testphase und soll voraussichtlich Ende Juli kommerziell eingeführt werden. Das Geschäftsmodell basiert auf einem monatlichen Abonnement, der Preis wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben. Die Unternehmensgründerin verriet, dass InspireIP in Zukunft plant, Tools zur Registrierung und Verifizierung für PDF-, Audio- und Videodateien hinzuzufügen.










