Schweizer Hitachi Energy erhält 770-Millionen-Euro-Auftrag für Stromverbindungsprojekt zwischen Italien und Tunesien
2026-07-09 09:28
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de.wedoany.com-Bericht: Ein hochrangiger Manager von Hitachi Energy forderte kürzlich, dass die Länder Europas und des Mittelmeerraums ihre Stromverbundnetze ausbauen sollten, um Spitzenlasten effizienter zu bewältigen und die Integration erneuerbarer Energien zu unterstützen. Der Bedarf an Flexibilität im Stromsystem steigt derzeit.

Hitachi Energy fordert Ausbau der Stromverbindung zwischen Europa und Nordafrika zur Unterstützung der Energiesicherheit

Diese Forderung erfolgte kurz nachdem der portugiesische Energieminister erklärt hatte, dass das Land den Bau einer Stromverbindungsleitung nach Marokko prüfe, um bei Versorgungsunterbrechungen eine zusätzliche Stromquelle bereitzustellen.

Im Bereich konkreter Projekte erhielt Hitachi Energy kürzlich von dem italienischen Netzbetreiber Terna und dem tunesischen Netzbetreiber STEG einen Auftrag im Wert von 770 Millionen Euro für den Bau der Umrichterstationen des Stromverbindungsprojekts „Elmed“ zwischen Italien und Tunesien. Diese Leitung wurde von der Europäischen Kommission als strategisches Projekt eingestuft und ist die erste Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung zwischen Europa und Nordafrika. Sie hat eine Übertragungskapazität von 600 Megawatt und ermöglicht einen bidirektionalen Stromaustausch.

Niklas Persson, CEO der Geschäftseinheit Grid Integration von Hitachi Energy, erklärte, dass das Projekt Italien in die Lage versetzen werde, Strom aus geplanten erneuerbaren Energieprojekten in Tunesien zu importieren und die Fähigkeit beider Länder zur Bewältigung von Spitzenlasten zu verbessern. Die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnologie sei der Schlüssel zur Integration erneuerbarer Energien und zum effizienten Stromtransport über große Entfernungen, da sie Energieverluste während der Übertragung reduziere. Nach der Projektplanung werden die Umrichterstationen Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln, der über eine 220 Kilometer lange unterseeische Verbindungsleitung transportiert und dann wieder in Wechselstrom umgewandelt wird, um in die lokalen Stromnetze eingespeist zu werden. Persson sagte, dass die Bauarbeiten an den Umrichterstationen voraussichtlich innerhalb eines Jahres beginnen werden, das Projekt soll 2031 in Betrieb genommen werden, und die Ausrüstung werde in Europa gefertigt.

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