de.wedoany.com-Bericht: Der alternative Netzbetreiber Airband hat nach einer strategischen Überprüfung einen formellen Verkaufsprozess eingeleitet und sucht einen „geeigneten langfristigen Eigentümer".
In dieser Woche wurden Unterlagen an potenzielle Käufer versendet. Wie bekannt wurde, könnte das Unternehmen auch einer Schuldenrestrukturierung gegenüberstehen. Ein Sprecher erklärte in einer Stellungnahme, dass Airband während des gesamten Prozesses seinen normalen Betrieb und Handel fortsetzen werde, das Netzwerk voll funktionsfähig bleibe und der Kundenservice oder der tägliche Betrieb nicht beeinträchtigt würden.
Das Glasfasernetz von Airband deckt derzeit rund 175.000 Standorte ab, weitere 265.000 Standorte werden über Fixed Wireless Access (FWA) versorgt. Von insgesamt rund 440.000 versorgten Standorten beträgt die Kundenzahl nur etwa 30.000, weit unter dem Niveau, das das Unternehmen benötigt, um die teuren Netzausbaukosten kurzfristig wieder hereinzuholen.
Seit Jahren hat Airband Schwierigkeiten, seine Lage zu verbessern. Die erste Restrukturierung und Entlassungen fanden im Jahr 2024 statt, Anfang dieses Jahres kündigte das Unternehmen weitere Veränderungen und Entlassungen an und erklärte, dass es seinen Schwerpunkt auf einen reibungslosen Übergang in den Betriebsmodus verlagere, mit Fokus auf langfristige Nachhaltigkeit, Kundenerfahrung und effiziente Lieferung.
Finanzdaten zeigen, dass die operativen Verluste von Airband in diesem Jahr auf 47,23 Millionen Pfund gestiegen sind, die Gesamtverbindlichkeiten über 224 Millionen Pfund betragen und das Gesamtvermögen laut Berichten 179,81 Millionen Pfund beträgt.
Wer Airband übernehmen wird, ist noch unklar. Der größte alternative Netzbetreiber Großbritanniens, CityFibre, hegt seit langem den Ehrgeiz, ein wichtiger Integrator von Glasfasernetzen im Land zu werden. Von seinen 2,3 Milliarden Pfund neuen Mitteln sind rund 800 Millionen Pfund speziell für Fusionen und Übernahmen vorgesehen, aber das Unternehmen steht in jüngster Zeit auch vor eigenen finanziellen Herausforderungen, hauptsächlich im Zusammenhang mit seinen restrukturierten Schulden in Höhe von 3,7 Milliarden Pfund. Virgin Media O2 und seine Schwesterfirma nexfibre sind zwar eine weitere offensichtliche Option, sind aber bereits mit der Übernahme von Netomnia für 2 Milliarden Pfund beschäftigt. Während alternative Netzbetreiber im ganzen Land nach Geschäften suchen, könnte die Suche nach einem geeigneten Partner ein langer Prozess sein.










