Electricite de France (EDF) hat eine Vereinbarung zur Entwicklung, zum Bau und zum Betrieb eines 120-MW-Staudammprojekts in Madagaskar unterzeichnet. Die Unterzeichnung fand während des Staatsbesuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Madagaskar statt.

Die Vereinbarung wurde von Beatrice Buffon, Executive Director der EDF Group und CEO von EDF Renewables, Amina Hiridgi, Co-CEO der AXIAN Group, und Demba Diallo, Development Director von Africa50, unterzeichnet. Das Wolobé-Staudammprojekt wird in Tamatave im Nordosten Madagaskars angesiedelt sein.
Der Wolobé-Staudamm ist für die madagassische Regierung ein vorrangiges Infrastrukturprojekt. Es wird erwartet, dass es jährlich 750 GWh Strom erzeugt, etwa ein Drittel der derzeitigen Stromproduktion des Landes. Das Projekt soll Madagaskar dabei helfen, seine Stromversorgung zu dekarbonisieren und seine Energiesicherheit zu stärken.
Das Projekt wird von der Regierung Madagaskars, internationalen Geldgebern und der Weltbank garantiert und unter Einhaltung strenger Umwelt- und Sozialstandards entwickelt.
Gemäß der Vereinbarung wird Electricite de France (EDF) einen Anteil von 37,5 % an der Projektgesellschaft Compagnie Générale d'Hydroélectricité de Volobe (CGHV) halten, ebenso wie die AXIAN Group (37,5 %) und Africa50 (25 %). EDF wird für die technische Leitung des Projekts verantwortlich sein und die Entwicklungs- und Betriebsphasen überwachen. Dabei greift das Unternehmen auf seine 70-jährige Erfahrung im Bereich Wasserkraftwerke zurück.
Der Wolobey-Staudamm soll Ende 2030 in Betrieb gehen. Madagaskars nationales Wasserkraftunternehmen JIRAMA wird dann Zugang zu preisgünstigem Strom haben und angesichts des weiter steigenden Energiebedarfs voraussichtlich rund zwei Millionen Menschen mit Strom versorgen können.









