de.wedoany.com-Bericht: Die durch den Nahostkonflikt ausgelösten Energiepreissteigerungen haben die Kosten für Baumaterialien in die Höhe getrieben und damit den Anstieg der Baukosten für Neubauten in Portugal beschleunigt.
Laut einem am 8. Juli vom portugiesischen Nationalen Statistikinstitut (INE) veröffentlichten Bulletin betrug die Veränderungsrate des Index der Baukosten für Neubauten (ICCHN) im Mai im Jahresvergleich 6,9 %, was 0,9 Prozentpunkte über dem April-Wert liegt und den größten Jahresanstieg seit fast drei Jahren darstellt. Ein ähnlich starker Anstieg wurde zuletzt Anfang 2023 verzeichnet.

Der Hauptgrund für den beschleunigten Anstieg der Baukosten für Neubauten sind die anhaltend hohen Arbeitskosten, die sich mit den durch den Krieg bedingten raschen Preissteigerungen bei Materialien überlagern. INE-Daten zufolge stiegen die Preise für Baumaterialien im Mai um 6,4 % im Jahresvergleich und trugen damit 3,4 Prozentpunkte zur jährlichen Veränderung des ICCHN bei; die Arbeitskosten stiegen um 7,5 % im Jahresvergleich und trugen 3,5 Prozentpunkte bei, wobei die Arbeitskosten aufgrund des Arbeitskräftemangels auf dem Markt weiterhin hoch bleiben.
Zu den Baumaterialien mit dem größten Einfluss auf die Gesamtpreisveränderung gehören Asphalt und Diesel mit einem Anstieg von rund 30 %; blanke Kupferdrähte, ummantelte Kupferdrähte und PVC-Rohre mit einem Anstieg von rund 25 %. Lediglich die Preise für Betonfertigteile sind gesunken.
Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Baukosten für Neubauten im Mai um 1,1 %, 0,3 Prozentpunkte mehr als im Vormonat und 0,8 Prozentpunkte mehr als im Mai 2025. Im Monatsvergleich stiegen die Materialkosten um 1,3 % und die Arbeitskosten um 0,9 %.






