Französische Unternehmen gründen Allianz „Nachhaltiger Beton und Zement“ zur Förderung von kohlenstoffarmem Zement und Beton
2026-07-10 17:03
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de.wedoany.com-Bericht: Die französischen Unternehmen Bouygues Construction, CB Green (Groupe CB), Ecocem France und POINT.P haben gemeinsam die Initiative „Action Béton & Ciment Durables“ (ABCD) ins Leben gerufen. Dieses Bündnis vereint Organisationen aus der gesamten Wertschöpfungskette des Bauwesens mit dem Ziel, die Dekarbonisierung der französischen Beton- und Zementindustrie durch die schnelle Einführung bestehender, ausgereifter kohlenstoffarmer Lösungen zu beschleunigen.

Die Gründungsmitglieder weisen darauf hin, dass bereits heute Technologien verfügbar sind, um die CO₂-Emissionen von Zement und Beton erheblich zu reduzieren. Die Herausforderung liegt nicht mehr in der technologischen Innovation selbst, sondern darin, die notwendigen regulatorischen, marktbezogenen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen zu schaffen, um diese Lösungen in großem Maßstab zu verbreiten.

Beton bleibt ein Schlüsselmaterial für Wohnungsbau, Infrastruktur und die gebaute Umwelt. Der als Bindemittel dienende Zement ist aufgrund der Klinkerherstellung für fast 8 % der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich. Die ABCD-Allianz erklärt, dass diese Emissionen durch einen höheren Ersatz von Klinker mit kohlenstoffarmen Zusatzstoffen, den Einsatz neuer Zementtechnologien und die Optimierung der Betonzusammensetzung deutlich gesenkt werden können. Das Haupthindernis sei daher nicht technischer Natur, sondern liege in Bereichen wie Normen, Vorschriften, Beschaffungspraktiken und Branchengewohnheiten – genau hier setzt die Allianz an.

Die ABCD-Allianz setzt sich für ein regulatorisches und geschäftliches Umfeld ein, das eine schnelle Einführung bestehender kohlenstoffarmer Zement- und Betontechnologien ermöglicht. Die Allianz fordert folgende Maßnahmen: Beschleunigung des Marktzugangs für bereits anerkannte und kommerziell verfügbare kohlenstoffarme Innovationen; Förderung der bevorzugten Beschaffung ausgereifter, wettbewerbsfähiger kohlenstoffarmer Baulösungen durch öffentliche und private Auftraggeber; Unterstützung der Weiterentwicklung von Baupraktiken in der gesamten Branche; und Mobilisierung des gesamten Bauökosystems für einen gemeinsamen Dekarbonisierungspfad.

ABCD vereint Organisationen aus der gesamten Wertschöpfungskette des Bauwesens, in der Überzeugung, dass eine sinnvolle Dekarbonisierung nur durch gemeinsames Handeln von Materialherstellern, Bauunternehmen, Entwicklern, Planern, Ingenieuren, Architekten und Kunden erreicht werden kann. Die Allianz wurde von vier Organisationen gegründet, zielt jedoch auf eine schrittweise Erweiterung ab und heißt neue Mitglieder willkommen, die sich für die Beschleunigung des Wandels hin zu kohlenstoffarmem Bauen einsetzen. Neben den vier Gründungsmitgliedern hat ABCD bereits über 20 Mitglieder und angeschlossene Organisationen sowie mehrere Ehrenmitglieder. Die Allianz möchte eine praktische Kooperationsplattform schaffen, die den Wandel in der heutigen Bauindustrie beschleunigen kann.

Edward Woods von Bouygues Construction erklärte, dass die für die Dekarbonisierung von Beton erforderlichen Lösungen bereits existieren und erfolgreich in Projekten eingesetzt werden; die gemeinsame Verantwortung bestehe darin, ihre Einführung zu beschleunigen und sie zur Norm zu machen. Thierry Legrand, Geschäftsführer von Ecocem France, ist der Ansicht, dass Kohlenstoffabscheidung eine Rolle spielen kann, die erste Priorität jedoch darin liege, Lösungen zur Emissionsvermeidung an der Quelle schnell auszuweiten – genau deshalb habe Ecocem bei der Gründung von ABCD mitgewirkt. Nicolas Moreau von CB Green wies darauf hin, dass kohlenstoffarmer Beton nicht teurer sei, wenn er bereits in der Entwurfsphase berücksichtigt werde; er hoffe, durch ABCD die Kohlenstoffleistung zu einem Standardkriterium in Projektvorgaben zu machen. Frédéric Moysan von POINT.P betonte, dass die Förderung kohlenstoffarmer Produkte als Marktstandard und die Beschleunigung der nachhaltigen Transformation der Branche ein zentraler Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie sei.

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