de.wedoany.com-Bericht: Die indische staatliche Öl- und Gasgesellschaft (ONGC) hat die Entwicklung einer strategischen Erdölreserve mit einer Kapazität von 1,75 Millionen Tonnen in Mangaluru, Karnataka, genehmigt. Dies markiert die erste Investition des größten Explorationsunternehmens Indiens in den Bau strategischer Rohöllagerstätten.
In einer behördlichen Mitteilung vom Donnerstag erklärte ONGC, dass der Vorstand auf Anweisung des Ministeriums für Erdöl und Erdgas grundsätzlich die erste Phase des Ausbaus des strategischen Erdölreserveprojekts in Mangaluru sowie die dazugehörigen Einrichtungen genehmigt habe. Das Projekt wird dem indischen Netzwerk strategischer Erdölreserven, das von der Indian Strategic Petroleum Reserves Limited (ISPRL) verwaltet wird, eine zusätzliche Lagerkapazität von 1,75 Millionen Tonnen hinzufügen. Nach Regierungsangaben verfügt Indien derzeit über strategische Rohöllagerstätten in unterirdischen Kavernen in Visakhapatnam, Mangaluru und Padur mit einer Gesamtkapazität von 5,33 Millionen Tonnen, was nach dem Verbrauchsmuster von 2019-20 etwa 9,5 Tagen des nationalen Rohölbedarfs entspricht.
Der Ausbau erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Indien seine Energiesicherheit verstärkt, da jüngste geopolitische Unruhen die Anfälligkeit der globalen Öl-Lieferkette offengelegt haben. Die nahezu vollständige Schließung der Straße von Hormus während des Iran-Konflikts hat den Bedarf importabhängiger Länder wie Indien an größeren strategischen Rohölvorräten verdeutlicht.
Mangaluru ist bereits ein zentraler Knotenpunkt für strategische Erdölreserven in Indien. Die ONGC-Tochtergesellschaft Mangalore Refinery and Petrochemicals Limited (MRPL) betreibt dort eine Raffinerie mit einer Kapazität von 300.000 Barrel pro Tag. Die bestehenden unterirdischen Kavernen wurden an internationale Unternehmen, darunter die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), verpachtet, sodass Indien strategische Lagerung mit kommerzieller Nutzung verbinden kann.






