de.wedoany.com-Bericht: Die erste Windkraftanlage des von PowerChina als Generalunternehmer betriebenen Windparks Qugegamu im Bezirk Seni in Tibet hat kürzlich die Mikronetz-Inbetriebnahme abgeschlossen und eine stabile Stromerzeugung erreicht. Damit wurde eine Lücke in Chinas großflächiger Mikronetz-Stromversorgung durch Windkraft in extremen Höhenlagen über 4.800 Metern geschlossen.
Das Projekt befindet sich im Bezirk Seni der Stadt Nagqu in Tibet. Die durchschnittliche Höhe des Standorts liegt bei über 4.800 Metern, die höchste Turbinenposition erreicht 4.850 Meter. Insgesamt werden 40 Windkraftanlagen mit einer Leistung von je 5 Megawatt installiert, was einer Gesamtkapazität von 200 Megawatt entspricht. Damit ist es das größte im Bau befindliche Windkraftprojekt in Tibet. Das Projekt wird von PowerChina als EPC-Generalunternehmer über das Kunming-Institut durchgeführt, während das 14. Wasserbauamt von PowerChina die Bauarbeiten übernimmt.

Der Sauerstoffgehalt in der Projektregion beträgt weniger als die Hälfte des Wertes in der Ebene, die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht übersteigen 20 Grad Celsius, und das Gebiet ist ganzjährig von starkem Wind und Schneestürmen geprägt. Die effektive Bauzeit im Jahr ist kurz, was die Bauarbeiten äußerst schwierig macht.

Angesichts der Herausforderungen wie Rissbildung im Permafrostboden des Hochplateaus, Transport und Montage von Großkomponenten sowie der Anpassung elektrischer Systeme an die Höhenlage hat das Projektteam die Bauressourcen koordiniert und gezielte technologische Durchbrüche für die Anpassung von Energieanlagen an die Höhenlage erzielt. Durch die innovative Schaffung eines unabhängigen Windkraft-Mikronetzsystems in Verbindung mit einer netzbildenden Energiespeicher-Koordinierungsregelung können die Windkraftanlagen unabhängig vom Hauptnetz stabil Strom liefern. Damit werden die Probleme des schwachen Stromnetzes in Nordtibet, der hohen Übertragungsverluste über große Entfernungen und der geringen Zuverlässigkeit der Stromversorgung bei extremen Wetterbedingungen wirksam gelöst. Der Bauplan wurde wissenschaftlich optimiert, und die gesamte Prozesskette – von der Turbinenmontage über die Verlegung von Leitungen bis hin zur elektrischen Steuerungsinbetriebnahme – wurde systematisch angepasst. Es wurde eine umfassende, fein abgestimmte Qualitätskontrolle während des gesamten Prozesses durchgeführt, einschließlich der Montage von Komponenten, der Kalibrierung elektrischer Geräte, der Leitungsinspektion und über tausend verbundener Simulations- und Testläufe des Energiespeichersystems.

Die erstmalige Inbetriebnahme der ersten Windkraftanlage wurde auf Anhieb erfolgreich abgenommen. Dies beweist, dass die gesamte Anlagenausrüstung an die extremen Bedingungen in 4.800 Metern Höhe angepasst ist und die Betriebsleistung der Anlagen sowie die Qualität der Bau- und Montagearbeiten durch die Praxis bestätigt wurden.

Nach der vollständigen Inbetriebnahme des Projekts wird die jährliche Einspeisemenge voraussichtlich über 436 Millionen Kilowattstunden betragen. Jährlich können damit rund 131.500 Tonnen Standardkohle eingespart und etwa 359.400 Tonnen Kohlendioxidemissionen vermieden werden.






