Südkoreanisches Unternehmen Korea East-West Power startet Pilotprojekt für 17,7-kW-BIPV-Technologie

2026-07-12 14:34
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de.wedoany.com-Bericht: Das südkoreanische Unternehmen Korea East-West Power (EWP) hat ein Pilotprojekt für gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) gestartet, bei dem Baumaterialien als Solarmodule zur Stromerzeugung genutzt werden. Das Unternehmen installierte im Mai dieses Jahres im Kombikraftwerk Eumseong einen Prototyp mit einer Leistung von 17,7 kW und begann mit der Erprobung.

Seit 2023 entwickelt EWP gemeinsam mit dem Pohang Institute of Industrial Science and Technology (RIST) BIPV. Bei dieser Technologie werden Baumaterialien wie Außenwände, Dächer und Fenster von Gebäuden als Solarmodule zur Stromerzeugung genutzt. Dabei werden die Außenverkleidungsmaterialien selbst durch Solaranlagen ersetzt, sodass keine separate Dachkonstruktion erforderlich ist.

Gesamtansicht der metallplattenintegrierten gebäudeintegrierten Photovoltaikanlage im Kraftwerk Eumseong.

EWP bestand 2025 den Brandschutztest für Gebäudeaußensysteme (KS F 8414) und erhielt Zertifizierungen für Winddruck- und Wasserdichtigkeitsprüfungen sowie für die langfristige Zuverlässigkeitsnorm für BIPV (KS C 8577), wodurch der technische Reifegrad erhöht wurde. Die Technologie benötigt keine Hilfsmaterialien und hat kurze Bauzeiten, wodurch die Baukosten voraussichtlich um mindestens 24 % gesenkt werden können.

Darüber hinaus entwickelte EWP in Zusammenarbeit mit der Universität Ulsan im Rahmen einer Industrie-Hochschul-Kooperation ein auf künstlicher Intelligenz basierendes 3D-Druck-Energiegebäudesystem, das die Installation von Solarmodulen auch an Gebäuden mit unregelmäßigen gekrümmten Oberflächen ermöglicht. Im August letzten Jahres wurde das System an der Außenwand des Werks von HD Construction Equipment in Ulsan installiert und erprobt.

EWP treibt parallel die Entwicklung und Erprobung von Technologien in mehreren Bereichen voran, darunter die Entwicklung von Tandemmodulen für die nächste Generation von Solarzellen sowie solarbetriebene Lärmschutzwände. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dies beweise die globale Wettbewerbsfähigkeit der Forschungs- und Entwicklungsstrategie (F&E) und des Industrie-Hochschul-Kooperationsmodells. Das Unternehmen werde künftig durch kontinuierliche F&E-Investitionen und eine erprobungsorientierte Zusammenarbeit zwischen Industrie, Hochschulen und Forschung eine führende Rolle bei der Verwirklichung der CO₂-Neutralität und der Förderung neuer Zukunftsbranchen übernehmen.

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