de.wedoany.com-Bericht: Der tadschikische Präsident Emomali Rahmon führte kürzlich Gespräche mit Vertretern mehrerer chinesischer Metallurgieunternehmen. Der Austausch konzentrierte sich auf die Zusammenarbeit in den Bereichen Stahl, Baustoffe und moderne Industrietechnologien und zeigt, dass sich die industrielle Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern von der Ressourcenerschließung hin zur Aufwertung des verarbeitenden Gewerbes entwickelt.
Das Treffen fand im Bezirk Bobodschon Gafurow der tadschikischen Provinz Sughd statt. Schwerpunkte waren die Entwicklung der Eisenmetallurgie sowie der Baustoffindustrie, darunter Zement, Kalk und Glas, sowie die Einführung moderner Fertigungstechnologien zur Steigerung des lokalen Industrieproduktionsniveaus. Die tadschikische Seite sieht in der Zusammenarbeit das Potenzial, die Exporte von Industrieprodukten auszuweiten, Arbeitsplätze zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit des verarbeitenden Gewerbes zu stärken.

In den letzten Jahren ist China zum größten Investitionsquellenland, größten Handelspartner und größten ausländischen Investor im Industriesektor Tadschikistans geworden. Daten zeigen, dass die chinesischen Direktinvestitionen in Tadschikistan im Jahr 2025 294,1 Millionen US-Dollar betrugen, was 57,7 % der gesamten ausländischen Direktinvestitionen Tadschikistans in diesem Jahr entspricht. Im gleichen Zeitraum belief sich das bilaterale Handelsvolumen auf rund 4,3 Milliarden US-Dollar. Im ersten Quartal 2026 überstieg das Handelsvolumen beider Seiten 790 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von über 50 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Derzeit sind chinesische Unternehmen bereits umfassend in den Bereichen Bergbau, Metallurgie, Zement, Baustoffe, Verkehrsinfrastruktur und verarbeitendes Gewerbe in Tadschikistan tätig.
Während Rahmons Besuch in China im Mai 2026 unterzeichneten beide Seiten mehrere Kooperationsabkommen im Industriebereich, die sich auf die Einführung moderner Technologien, die Tiefenverarbeitung von Mineralprodukten und die Wertsteigerung von Ressourcen konzentrieren. Gleichzeitig unterzeichneten die beiden Länder den „Vertrag über dauerhafte gute Nachbarschaft, Freundschaft und Zusammenarbeit", um die Zusammenarbeit in den Bereichen Industrie, Energie, Verkehr und Logistik weiter zu vertiefen. Da Tadschikistan zunehmend Wert auf die Anziehung von Investitionen im verarbeitenden Gewerbe legt, verlagert sich die chinesisch-tadschikische Zusammenarbeit schrittweise auf Technologietransfer, industrielle Aufwertung und lokale Fertigung. Es wird erwartet, dass die Rolle chinesischer Unternehmen bei der Gestaltung regionaler Industrieketten weiter gestärkt wird.






