US-amerikanische FCC genehmigt Start des ersten Weltraum-Spiegelsatelliten von Reflect Orbital
2026-07-13 18:16
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de.wedoany.com-Bericht: Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) hat kürzlich die Genehmigung für den Start des ersten Demonstrationssatelliten für Weltraumspiegel durch das Unternehmen Reflect Orbital erteilt. Das in Kalifornien ansässige Start-up plant, im erdnahen Orbit eine große Anzahl spiegelnder Flugkörper zu stationieren, die Sonnenlicht auf bestimmte Bereiche der Erdoberfläche reflektieren sollen.

Der Demonstrationssatellit mit dem Namen Eärendil-1 soll voraussichtlich noch in diesem Jahr starten und eine reflektierende Fläche mit einer Seitenlänge von etwa 18 Metern entfalten. Reflect Orbital strebt an, bis zum Jahr 2035 im erdnahen Orbit 50.000 oder mehr solcher spiegelnden Flugkörper zu betreiben.

Ben Nowack, Mitbegründer und Chief Executive Officer des Unternehmens, erklärte in einer E-Mail-Erklärung vom 10. Juli, dass diese Genehmigung den ersten Schritt für strenge Tests der technischen Wirksamkeit und der Sicherheitsmaßnahmen darstelle. Er bezeichnete die Technologie als „eine transformative saubere Technologie, die die Welt dringend benötigt".

Laut Reflect Orbital kann die Technologie in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden. Auf der Unternehmenswebsite beschriebene Anwendungsszenarien umfassen: die schnelle Ortung vermisster Personen durch Such- und Rettungsteams, die gleichmäßige, emissionsfreie Beleuchtung von Straßen in Städten sowie die Verkürzung von Bauzeiten durch sichere Nachtarbeit. Darüber hinaus soll die geplante Spiegelkonstellation die Effizienz von Solarzellen auf der Erde steigern, sodass diese einen größeren Anteil der Stromlast von fossilen Brennstoffen übernehmen können.

Gleichzeitig ist der Plan auch umstritten. Satelliten-Megakonstellationen sind an sich bereits umstritten; einige befürchten, dass sie das Erscheinungsbild des Nachthimmels verändern, andere sorgen sich um mögliche Schwermetallverschmutzung der Atmosphäre durch die große Anzahl ausgemusterter Satelliten. Im konkreten Fall von Reflect Orbital besteht die Sorge in der Einführung einer neuen Art von Lichtverschmutzung. John Barentine, Astronom am Silverado Hills Observatory und bei Dark Sky Consulting in Tucson, Arizona, wies darauf hin, dass die von diesen Satelliten reflektierten Lichtstrahlen viermal heller seien als das Licht des Vollmonds. Wenn mehrere Satelliten in Formation flögen, hätte dies Auswirkungen auf die Tierwelt in den direkt bestrahlten Gebieten sowie in den umliegenden Regionen.

Reflect Orbital betont, dass die Sicherheit durch drei Aspekte gewährleistet werden soll: Begrenzung des Lichts auf den Lichtfleck, die Möglichkeit, den Strahl jederzeit schnell abzuschalten, sodass er die Erde nicht erreicht, und die bewusste Vermeidung sensibler Gebiete wie Observatorien oder geschützter Lebensräume. Auf der Unternehmenswebsite wird ergänzend erläutert, dass der Strahl selbst bei Betrachtung durch ein Teleskop nicht ausreiche, um Brände zu verursachen oder die Augen zu schädigen, und dass er nicht über das Niveau der maximalen natürlichen Sonneneinstrahlung konzentriert werden könne.

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