Kenia startet Aufbau digitaler Infrastruktur an 10.382 Schulen
2026-07-13 18:07
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de.wedoany.com-Bericht: Am 13. Juli startete Kenia den Plan zum Aufbau von Lehr- und Lerninfrastruktur für Informations- und Kommunikationstechnologie an landesweiten Sekundarschulen. Die ersten Geräte werden im Bezirk Elgeyo-Marakwet bereitgestellt, anschließend erfolgt eine schrittweise Ausweitung auf 10.382 öffentliche Sekundarschulen im ganzen Land. Das Projekt stattet die Schulen mit interaktiven intelligenten Lehrbildschirmen, Lehrernotebooks und zugehörigen digitalen Geräten aus und nutzt das im Aufbau befindliche landesweite Glasfasernetz Kenias für den Zugang zu Online-Lehr- und digitalen öffentlichen Dienstleistungsplattformen. Dadurch entsteht eine einheitliche digitale Infrastruktur aus Schulkommunikationsnetz, Klassenraumterminals und Lehrsystemen. Die erste Bauphase umfasst 176 Sekundarschulen und markiert den Übergang des Projekts von der vorherigen Planung zur Geräteinstallation und regionalen Bereitstellung.

Das Projekt trägt den Namen „Nationales Programm zur Integration von Informations- und Kommunikationstechnologie in den Lernprozess an Sekundarschulen" und wurde von Kenias Vizepräsident Kithure Kindiki an der Kaputarkok Secondary School gestartet. Es ist Teil des kenianischen Beschleunigungsprojekts für die digitale Wirtschaft. Der Aufbau besteht nicht einfach darin, Schulen Computer auszuhändigen, sondern umfasst gleichzeitig die Implementierung von Klassenraum-Anzeigegeräten, Lehrerterminals, schulischen lokalen Netzwerken und Breitbandzugangsbedingungen. Während der Startveranstaltung führten Schulen in verschiedenen Regionen wie Elgeyo-Marakwet, Nyeri, Nairobi, Kakamega und Mombasa über das Netzwerk gleichzeitig Unterricht mit demselben Lehrer durch, was die Funktionsweise eines regionsübergreifenden Lehrsystems auf der bestehenden Kommunikationsinfrastruktur demonstrierte.

Die 10.382 Schulen im ganzen Land sind weit verstreut, und die Bedingungen für Festnetze, Stromversorgung und vorhandene Geräte unterscheiden sich in den verschiedenen Regionen. Im weiteren Projektverlauf müssen je nach Standort der Schule Glasfaser- oder andere Breitbandleitungen angeschlossen, schulinterne Netzwerke aufgebaut, interaktive intelligente Bildschirme und Lehrerterminals installiert sowie die Geräte vernetzt, konfiguriert, mit Konten verwaltet und auf Funktionstüchtigkeit getestet werden. Für Schulen, die bereits an das Glasfasernetz angeschlossen sind, liegt der Schwerpunkt auf der Bereitstellung von Endgeräten und Lehrplattformen. In Gebieten mit unzureichender Netzabdeckung muss zunächst das Zugangsproblem zwischen der Schule und den regionalen Kommunikationsknoten gelöst werden. Nur wenn Übertragungsleitungen, Campusnetzwerke, Endgeräte und Backend-Plattformen gleichzeitig in Betrieb genommen werden, können digitale Klassenzimmer langfristig Fernunterricht und schulübergreifende interaktive Dienste anbieten.

Dieses Programm wird parallel zum kenianischen Digital-Highway-Projekt vorangetrieben. Die kenianische Regierung hat den Bau einer landesweiten Glasfaserinfrastruktur von 100.000 Kilometern vorgeschlagen, von denen bereits über 37.000 Kilometer verlegt wurden. Die neuen Glasfaserkabel dienen nicht nur der Vernetzung von Schulen, sondern verbinden auch Regierungsbehörden, digitale Dienstleistungszentren und andere öffentliche Einrichtungen. Sie bieten Übertragungskanäle für Online-Verwaltung, Cybersicherheit, Cloud-Dienste und lokale digitale Industrien. Nachdem die Schulen in dieses Netzwerk eingebunden sind, können sie direkt die nationale digitale Infrastruktur für die Übertragung von Lehrdaten und Online-Kursen nutzen, sodass nicht jede Schule ein isoliertes Kommunikationssystem aufbauen muss.

Aus technischer Sicht entsteht durch diese Bauphase eine durchgehende Kette aus „nationalem Glasfaser-Backbone-Netzwerk – regionalem Zugangsnetzwerk – schulischem lokalen Netzwerk – intelligenten Lehrterminals". Die nationalen und regionalen Glasfaserleitungen sind für die regionsübergreifende Datenübertragung zuständig, die schulischen Zugangsknoten leiten das externe Breitband in den Campus, das lokale Netzwerk verbindet verschiedene Klassenzimmer und Lehrerterminals, und die interaktiven intelligenten Bildschirme dienen als Frontend-Geräte für die Nutzung digitaler Ressourcen und Fernkurse im Klassenzimmer. Wenn Schulen in mehreren Regionen gleichzeitig Unterricht durchführen, muss das Netzwerk eine kontinuierliche Übertragung von Video, Audio und Lehrinhalten gewährleisten. Daher werden die Zugangsbandbreite, die drahtlose Abdeckung und die Betriebsstabilität der Geräte die tatsächliche Nutzungswirkung des Projekts direkt beeinflussen.

Kenia hat bereits über 62.000 Lehrer im Einsatz digitaler Technologien für den Unterricht geschult, um den Einsatz der neuen Geräte und Netzwerkeinrichtungen zu unterstützen. Nachdem das Projekt in die landesweite Ausbauphase eingetreten ist, verlagert sich der Schwerpunkt von den ersten 176 Schulen schrittweise auf den Masseneinkauf von Geräten, den regionalen Transport und die Installation, die Netzanbindung und den Aufbau eines Betriebs- und Wartungssystems. Zu den künftig zu beachtenden Projektmeilensteinen gehören der Abschluss der Gerätebereitstellung an den ersten Schulen, der Start des Campusnetzwerkbaus in weiteren Bezirken, die weitere Zunahme der landesweiten Glasfaserkilometer sowie der Zeitpunkt, zu dem alle 10.382 Schulen an das einheitliche digitale Lehrsystem angeschlossen sind.

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