de.wedoany.com-Bericht: Das nigerianische Bundesministerium für Kommunikation, Innovation und digitale Wirtschaft treibt das „BRIDGE-Projekt“ voran, das Investitionen in Höhe von rund 2 Milliarden US-Dollar vorsieht, um landesweit knapp 120.000 Kilometer Glasfaserkabel zu verlegen. Ziel ist es, die Breitbandnetzabdeckung zu erweitern, die Internetzugangsbedingungen in verschiedenen Regionen zu verbessern und die Kluft zwischen der Größe des Mobilfunkmarktes und der festen Kommunikationsinfrastruktur zu schließen.
Nigeria verfügt über mehr als 220 Millionen Mobilfunknutzer und ist einer der größten Mobilfunkmärkte Afrikas. Dennoch hat noch immer über die Hälfte der Bevölkerung keinen stabilen Internetzugang. Ein Großteil der Nutzer ist hauptsächlich auf mobile Netze angewiesen. Der Mangel an Kernübertragungsnetzen, städtischen Glasfasernetzen und Zugangsinfrastruktur in abgelegenen Gebieten schränkt den Ausbau von Basisstationen, die Erhöhung der Breitbandgeschwindigkeit und die Ausweitung digitaler öffentlicher Dienstleistungen auf weitere Regionen ein.
Das BRIDGE-Projekt stellt den Glasfaserausbau in den Mittelpunkt der nächsten Phase des digitalen Infrastrukturausbaus in Nigeria. Dem Plan zufolge wird der Umfang der neu verlegten Glasfaserleitungen landesweit knapp 120.000 Kilometer erreichen. Der Bau umfasst Kernnetze, regionale Verbindungskorridore sowie wichtige Bevölkerungs- und Industriegebiete. Der Finanzierungsbedarf des Projekts beläuft sich auf rund 2 Milliarden US-Dollar, die hauptsächlich durch externe Mittel aufgebracht werden sollen.
Zur Förderung des großflächigen Ausbaus plant die nigerianische Regierung die Einrichtung eines speziellen Ausschusses, der die Planung der Glasfasertrassen, die Mittelverwendung und die Projektumsetzung überwachen soll. Dieser Mechanismus wird Regierungsbehörden, Telekommunikationsbetreiber, Infrastrukturinvestoren und Bauunternehmen koordinieren, um Hindernisse bei Genehmigungen, Wegerechten, Bauorganisation und regionaler Koordination zu verringern.
Nach der Verlegung von knapp 120.000 Kilometern Glasfaser können Mobilfunkbasisstationen, Rechenzentren, Regierungsbehörden, Schulen, Unternehmen und Community-Netzknoten weiter verbunden werden, was eine Übertragungsbasis für den Ausbau mobiler Netze und den Aufbau fester Breitbandverbindungen schafft. Mit der verbesserten Glasfaser-Rücktransportkapazität können Betreiber die Netzkapazität auf Basis der bestehenden Basisstationsabdeckung erhöhen, den Übertragungsdruck in stark frequentierten Gebieten verringern und Hochgeschwindigkeitsnetze auf zuvor unterversorgte Gebiete ausdehnen.
Das Projekt sieht auch die Entwicklung lokaler Fertigungskapazitäten für Glasfaserkabel und zugehörige Komponenten vor. Mit der Ausweitung des landesweiten Glasfaserausbaus wird die Nachfrage nach Kabeln, Steckverbindern, Rohren, Muffen und zugehöriger Bauausrüstung gleichzeitig steigen. Nigeria hofft, durch die Einführung lokaler Fertigungs- und Versorgungssysteme die Abhängigkeit der Infrastrukturentwicklung von Importen zu verringern und eine stabile Geräteversorgung für die anschließende Netzwartung und -erweiterung zu gewährleisten.
Neben dem Neubau von Leitungen umfasst das großflächige Glasfasernetz nachfolgend auch Schritte wie Rohrverlegung, Kabelverbindung, Bau von Knotenpunkträumen, Geräteinstallation, Netztests sowie Betrieb und Wartung. Nach Abschluss des Projekts wird sich die digitale Kommunikationsinfrastruktur Nigerias von einem rein mobilen Zugang schrittweise zu einer Struktur entwickeln, in der mobile Netze und das nationale Glasfasertransportnetz zusammenwirken. Dies bietet eine grundlegende Netzunterstützung für Cloud-Computing, Künstliche Intelligenz-Anwendungen und digitale öffentliche Dienstleistungen.










