de.wedoany.com-Bericht: In Nagoya, Japan, entsteht ein neues Rechenzentrum und Verbindungsknotenpunkt, der von der Community Network Center Inc. (CNCI), der Japan Internet Xing (JPIX) und AT TOKYO gemeinsam vorangetrieben wird. Der Knotenpunkt soll Datenverarbeitung, Verkehrsmanagement und Funktionen für niedrige Latenzzeiten integrieren, um Anwendungen wie Cloud-Dienste, Künstliche Intelligenz und Content Delivery zu unterstützen.

Laut Projektplanung übernehmen die drei Partner unterschiedliche Rollen. CNCI wird das Rechenzentrum namens CNCI Nagoya Center #1 (NGO1) errichten, das regionale Netzwerkanbindungen nutzt und Zugangsleitungen von 12 CNCI-Konzernunternehmen integriert. Das Gebäude verfügt über eine seismische Isolationsstruktur und wird von zwei verschiedenen Umspannwerken mit redundanter Stromversorgung versorgt; bei einem Ausfall der Hauptstromversorgung können USV-Systeme und Notstromgeneratoren sofort aktiviert werden und 72 Stunden ohne Betankung laufen. Das Rechenzentrum liegt etwa 15 Minuten vom Bahnhof Nagoya entfernt.
Als Internet-Austausch-Betreiber wird JPIX die Verbindung von diesem Knotenpunkt zu den Internet-Austausch-Segmenten (IX) in Tokio und Osaka bereitstellen, um den Datenverkehr zwischen Tokio und der Kansai-Region zu fördern und eine effiziente Vernetzung der Mieter im Knotenpunkt mit verschiedenen regionalen Netzwerken zu ermöglichen.
AT TOKYO wird seine Erfahrung im Rechenzentrumsbetrieb nutzen und über die AT TOKYO Business Exchange (ATBeX) Nagoya AP-Netzwerkplattform Verbindungen zu in- und ausländischen Diensten bereitstellen. Diese Plattform ermöglicht es Mietern, eine Verbindung zu wichtigen Cloud-Anbietern herzustellen, darunter AWS, Google Cloud, IBM Cloud, Microsoft Azure und Oracle Cloud.
Das Projekt positioniert sich als One-Stop-Lösung für Unternehmen, die Rechenzentrumsdienste, IX-Anbindung, Cloud-Zugangspunkte und Zugangsleitungen benötigen. Die Partner bezeichnen es als ein neues Modell für verteilte digitale Infrastruktur. Durch die Konzentration von Rechenzentrum, Interconnection und Verkehrsaustauschfunktionen am selben Standort soll das Projekt die typischen betrieblichen und beschaffungstechnischen Herausforderungen solcher Bauvorhaben vermeiden.
Der Knotenpunkt in Nagoya soll voraussichtlich im April 2027 in Betrieb gehen, jedoch haben die drei Partner noch keine konkreten Investitionssummen bekannt gegeben. Obwohl Tokio weiterhin der dominierende Markt für Colocation-Rechenzentren in Japan ist, gewinnen Regionen außerhalb der Hauptstadt zunehmend an Aufmerksamkeit. Laut einer Analyse von Arizton steigt die Attraktivität von Standorten wie Hokkaido, Kyushu, Nagoya und Yokohama aufgrund niedrigerer Grundstückskosten, besserer Verfügbarkeit erneuerbarer Energien und staatlicher Anreize zur Förderung des Ausbaus von Edge-Rechenzentren kontinuierlich.










