de.wedoany.com-Bericht: Das von PJ Monitoring entwickelte digitale System WaggonTracker ermöglicht eine umfassende Echtzeit-Überwachung aller relevanten Komponenten von Eisenbahngüterwagen auf einer einzigen Plattform und automatisiert den Schienengüterverkehr. Das System verfügt bereits über eine integrierte automatische Bremsprüfung und ist kompatibel mit anderen Anwendungen, Schraubenkupplungen sowie zukünftigen digitalen automatischen Kupplungen. Angesichts von Kostendruck, Fachkräftemangel und dem erwarteten Anstieg des Schienengüterverkehrs aufgrund der europäischen Klimaziele bietet diese Technologie den Betreibern der Schienenlogistik eine Lösung, die Kosten, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit vereint.

Die digitale Zugsteuerungsfunktion des WaggonTracker-Systems wird seit mehreren Jahren international eingesetzt. Tausende Systeme wurden für Kunden wie SBB Cargo, FS LogistiX, Mercer, Plasser & Theurer, TRANSWAGGON, VTG und Tatravagónka installiert. Das System wird durch Achsgeneratoren robust mit eigener Energie versorgt; seine Konnektivität und Stromversorgungsfähigkeit in Verbindung mit kundenspezifischen Systemen wurde in der Praxis nachgewiesen. Die automatische Bremsprüfung ist seit 2017 im Betriebseinsatz und das weltweit einzige zugelassene System dieser Art. Diese Funktion wurde im Rahmen des DAC4EU-Projekts im kommerziellen Versuchszug der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE) validiert und in einem Prototypen-Versuchszugprojekt mit der Cargo-Flex-Kupplung von Voith sowie der vollautomatischen mechanischen und pneumatischen Mittelpufferkupplung (DAC2) getestet, wobei die automatische Bremsprüfung von PJM, Powerline PLUS und die 400-Volt-Stromversorgung von plc-tec integriert wurden. Diese Funktionen gelten als Schlüsselfaktoren zur Optimierung und Beschleunigung der Zugbildung.
Das System kann in digitale automatische Kupplungssysteme verschiedener Hersteller integriert werden. Seine Funktionalität deckt die im FP5 Trans4MR-Basispaket des europäischen DAC-Bereitstellungsplans vorgesehenen Maßnahmen ab, darunter die Strom- und Datenversorgung von Güterwagen zur Bestimmung von Zugbildung, -länge und -integrität sowie die darauf basierende Durchführung automatischer Bremsprüfungen. Sobald die technischen Anforderungen der Kupplung erfüllt sind, können Wagen zudem automatisch aus dem Führerstand abgekuppelt werden. Das WaggonTracker-System ist für alle Arten von Schienenfahrzeugen geeignet, sowohl für Neufahrzeuge als auch häufig für die Nachrüstung bestehender Fahrzeuge. Sein modulares Design ermöglicht die Auswahl von Überwachungsfunktionen nach Bedarf. Günter Petschnig, CEO von PJ Monitoring, erklärte, das System sei äußerst flexibel, optimiere Flottenbetrieb und -verfügbarkeit und erhöhe die Sicherheit; es handle sich um ein umfassendes System, das für den Betrieb der Schienenlogistik konzipiert und gebaut wurde und sich im mehrjährigen Einsatz von Skandinavien bis nach Süditalien bewährt habe.
In puncto Effizienz kann ein einziger Güterzug bis zu 52 Lastkraftwagen ersetzen und verursacht 80 % weniger CO₂-Emissionen als der Lkw-Verkehr. Die automatische Bremsprüfung spart Zeit, erhöht die Kapazität und Betriebsgeschwindigkeit und verbessert die Infrastrukturkapazität. Die PJM-Gruppe umfasst sieben Unternehmen in Österreich und der Schweiz mit rund 90 Mitarbeitern; Forschung und Entwicklung, Hardware- und Softwareentwicklung, Produktion und Verwaltung befinden sich in Österreich. Zur Gruppe gehören die PJ Messtechnik GmbH, ein nach ISO/IEC 17025 akkreditiertes Prüflabor, die PJ Motion GmbH, spezialisiert auf Lizenzmanagement, die RCC Railway Competence and Certification GmbH, eine nach ISO/IEC 17065 akkreditierte Zertifizierungsstelle, die INFRATRACK Solutions GmbH, die in Österreich ein Test- und Innovationszentrum betreibt, die EMV Rail Services GmbH, spezialisiert auf EMV-Messungen, und die PJM Suisse GmbH, die lokale Dienstleistungen in der Schweiz anbietet.










