de.wedoany.com-Bericht: Am 15. Juli gingen Microsoft und 3M eine strategische Partnerschaft ein, um gemeinsam den Bau von Infrastrukturen für KI-Rechenzentren voranzutreiben. Die Azure-Cloud-Plattform und KI-Infrastruktur von Microsoft wird als erstes die aufweitende Glasfasertechnologie von 3M einsetzen, um die massiven Verbindungen zwischen dichten Serverclustern, Netzwerk-Switches und Speichersystemen zu unterstützen. Diese Zusammenarbeit bedeutet, dass die entsprechende Technologie von der Validierungsphase in die praktische Bereitstellung in hyperskalaren Cloud-Rechenzentren übergeht.
Mit der zunehmenden Größe von KI-Modelltrainings und -Inferenzen müssen in Rechenzentren mehr GPU-Server, Hochgeschwindigkeits-Switches und Speichergeräte installiert werden. Die Anzahl der Server-Racks und die Dichte der Netzwerkschnittstellen steigen stetig. Nach der Installation der Rechenhardware müssen diese über Glasfasernetze zu kooperierenden Rechenclustern verbunden werden. Microsoft führt mit dieser neuen optischen Verbindungslösung vor allem eine Verbesserung der Baugeschwindigkeit, Betriebszuverlässigkeit und späteren Wartungseffizienz des Azure KI-Rechenzentrumsnetzwerks an.
Die aufweitende Glasfasertechnologie von 3M wird für Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen den Geräten im Rechenzentrum eingesetzt. Herkömmliche Glasfaserstecker basieren auf direktem Kontakt der Faserenden und stellen hohe Anforderungen an Verbindungsgenauigkeit, Sauberkeit und Handhabung vor Ort. Aufweitende Glasfaser vergrößert den Lichtstrahl an der Verbindungsstelle durch eine optische Struktur, wodurch die Schnittstelle eine höhere Toleranz gegenüber Staub und leichten Verunreinigungen aufweist und die Notwendigkeit für Techniker, Stecker häufig zu reinigen und zu überprüfen, reduziert wird.
Diese Veränderung wirkt sich direkt auf den Baufortschritt von KI-Rechenzentren aus. Große Rechencluster erfordern oft die gleichzeitige Installation einer enormen Anzahl von Glasfaserverbindungskomponenten. Jegliche Schnittstellenverschmutzung, wiederholte Prüfungen oder Nacharbeiten können die Netzwerkinbetriebnahme verzögern. Die neue Verbindungsmethode vereinfacht die Verkabelung innerhalb und zwischen den Racks, sodass Server, Switches und Speichergeräte schneller vernetzt werden können und der Zeitraum von der Hardwareinstallation bis zum produktiven Betrieb der Recheneinrichtungen verkürzt wird.
Microsoft wird die entsprechende Technologie in seinen Azure-Rechenzentren bereitstellen, um ihre Stabilität in Umgebungen mit hoher Dichte und großen Gerätemengen zu testen. Der Bereitstellungsumfang umfasst die physische Netzwerkschicht, die für KI- und Cloud-Computing-Lasten erforderlich ist, einschließlich der Verbindung von Rechenknoten, des Rack-Netzwerkzugangs und der Datenübertragungskanäle. Beide Parteien haben bisher weder die Standorte der ersten Rechenzentren, den Bauumfang noch die Anzahl der zu installierenden Geräte bekannt gegeben.
Um die Nachfrage nach KI-Rechenzentrumsinfrastruktur zu decken, erweitert 3M die Produktionskapazität für aufweitende Glasfaserprodukte. Das Unternehmen plant, in den USA zusätzliche Produktionsflächen zu schaffen und moderne Fertigungsanlagen zu installieren, um die Produktionskapazität für entsprechende Produkte mehr als zu verdoppeln. Die nach der Erweiterung produzierten Produkte werden an hyperskalare Cloud-Anbieter, Rechenzentrumsbauer und Hersteller optischer Netzwerkgeräte geliefert, um Komponenten für den kontinuierlichen Ausbau von KI-Rechenzentren bereitzustellen.
Neben Glasfaserverbindungen wird 3M auch seine Materialwissenschaft und Präzisionsfertigung nutzen, um die Baueffizienz der physischen Infrastruktur von KI-Rechenzentren zu verbessern. Microsoft wiederum stellt die hyperskalare Cloud-Infrastruktur und die praktische Bereitstellungsumgebung bereit. Die Zusammenarbeit beider Parteien wird sich über die Geräteproduktion, die Installation im Rechenzentrum und den Netzwerkbetrieb erstrecken, sodass die neue Verbindungstechnologie in die Serienfertigung und groß angelegte technische Anwendungen überführt werden kann.
Diese Zusammenarbeit gibt keine neuen Rechenzentrumscampusse oder zusätzliche Rechenleistung bekannt. Der konkreteste physische Fortschritt besteht darin, dass Microsoft in seinen Azure-KI-Rechenzentren eine neue Hochgeschwindigkeits-Verbindungsinfrastruktur bereitstellen wird, während 3M gleichzeitig die Fertigungskapazität für entsprechende Geräte ausbaut. Die weiteren Fortschritte werden sich auf die Installation in den ersten Rechenzentren, die Lieferung von Verbindungskomponenten und die Inbetriebnahme großer Rechencluster konzentrieren.










