de.wedoany.com-Bericht: Apple hat von der chinesischen Cyberspace Administration of China (CAC) die Genehmigung zur Registrierung des generativen KI-Dienstes Apple Intelligence erhalten, was den Weg für die Bereitstellung dieser Funktion auf iPhones in Festlandchina ebnet. Apple verhandelte monatelang mit Peking, verpflichtete sich, die Anforderungen zur Registrierung von KI-Modellen bei den chinesischen Behörden zu erfüllen, und setzt dabei auf lokale Partner. Baidu und Alibaba sind tief in den Dienst integriert: Alibabas Qwen-Modell wird in Apple Intelligence auf iOS, iPadOS, macOS und visionOS für chinesische Nutzer eingebunden und deckt Text- und Bildgenerierung ab. Baidu trägt ebenfalls mit seinem eigenen KI-Modell zum Dienst bei, der Umfang seiner Beteiligung wurde jedoch nicht öffentlich gemacht.

Obwohl Apple noch kein konkretes Veröffentlichungsdatum für Apple Intelligence auf dem chinesischen Markt bekannt gegeben hat, liegen behördliche Genehmigungen in der Regel mehrere Monate vor der tatsächlichen Einführung. Im zweiten Quartal stiegen die iPhone-Auslieferungen in China im Jahresvergleich um 24,4 %, während der Gesamtmarkt im gleichen Zeitraum schrumpfte. Die Einführung von Apple Intelligence könnte diese Erholung festigen, vorausgesetzt, Apple schließt schnell die Lücke zu inländischen Wettbewerbern, die seit langem KI-Funktionen integrieren. Parallel zur Genehmigung in China gibt es in Europa Meinungsverschiedenheiten zwischen Apple und der Europäischen Kommission bezüglich der Bereitstellung von Siri-KI. EU-Kommissionssprecher Thomas Regnier erklärte, dass der Digital Markets Act (DMA) Apple nicht daran hindere, neue Produkte in der EU einzuführen. Apple hatte einen Rahmen namens „Trusted System Agent“ vorgeschlagen, um konkurrierenden Assistenten den Zugriff auf die gleichen Fähigkeiten wie Siri zu ermöglichen, doch Brüssel lehnte diesen Vorschlag ab, da Apple damit eine Ausnahme von den Interoperabilitätsverpflichtungen suche, anstatt eine konforme Lösung anzubieten.
In diesem Zusammenhang betont Apple öffentlich nicht einen Punkt: In China speichert Apple iCloud-Daten auf Servern, die von GCBD betrieben werden, einem Partner, der mit staatlichen Stellen verbunden ist, und verlagert die Verschlüsselungsschlüssel lokal. Dies bedeutet, dass die Daten chinesischer Nutzer dem lokalen Recht unterliegen und die Möglichkeit eines staatlichen Zugriffs nach der Serververlagerung nicht mehr durch US-Recht geschützt ist. Apple hatte sich gegen diese Anforderung ausgesprochen, entschied jedoch, dass die Aufrechterhaltung des Dienstes besser sei als dessen Einstellung. Der Durchbruch in China zeigt, dass Apple über Verhandlungsfähigkeiten verfügt, wenn die geschäftlichen Interessen groß genug sind. Der europäische iPhone-Markt ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen, doch das Machtverhältnis zu Brüssel ist anders geartet: Die EU-Kommission fordert eine systemische Öffnung und nicht nur eine Registrierung. Die entscheidende Ungewissheit ist, ob beide Seiten bis Herbst 2027 einen Kompromiss finden oder ob europäische iOS-Nutzer erneut einen vollständigen Zyklus verpassen werden. Bei diesem Tempo könnte die Zahl der Apple-Intelligence-Nutzer von Baidu und Alibaba die gesamte europäische Nutzerbasis übersteigen.










