de.wedoany.com-Bericht: Das aus sechs japanischen Unternehmen bestehende Floating Axis Wind Turbine (FAWT)-Konsortium hat in den Gewässern vor der Stadt Iki in der Präfektur Nagasaki einen Prototyp einer schwimmenden Vertikalachsanlage errichtet und Strom erzeugt. Der Rotordurchmesser des Prototyps beträgt 9,3 Meter, der zylindrische Schwimmkörper hat einen Durchmesser von 1,7 Metern, wird mit einer Dreipunkt-Verankerung fixiert und hat eine Leistung von etwa 20 Kilowatt.
Das Konsortium weist darauf hin, dass die für die feste Offshore-Windenergieentwicklung in Japan nutzbaren Flachwassergebiete sehr begrenzt sind, weshalb die Entwicklung schwimmender Windkraftanlagen eine notwendige Richtung darstellt. Herkömmliche Horizontalachsanlagen laufen auf festen Fundamenten stabil und weisen eine gute Leistung auf, doch wenn sie auf schwimmenden Fundamenten installiert werden, werden die Schwimmkörper und Verankerungssysteme übermäßig groß, was zu einem erheblichen Kostenanstieg führt. Der Vertikalachsenansatz basiert auf schiffbautechnischen Prinzipien und kann durch eine vereinfachte Struktur und eine Absenkung des Schwerpunkts deutliche Kosteneinsparungen bei den Schwimmkörpern und Verankerungssystemen erzielen.

Planmäßig wird dieser Prototyp ein Jahr lang kontinuierlich betrieben, um vor allem die technische Machbarkeit der schwimmenden Vertikalachsanlage zu überprüfen. Die Betriebsdaten werden mit den zuvor durchgeführten numerischen Analysen und Ergebnissen von Beckenversuchen verglichen. Anschließend wird das Konsortium ein Megawatt-Demonstrationsprojekt vorantreiben, mit dem Ziel, bis etwa 2030 eine kommerzielle Anwendung der 2-MW-Bauweise zu erreichen.










