Friedrich Vorwerk erhält Millionenauftrag für Wasserstoffpipeline – Inbetriebnahme 2027
2026-07-17 15:40
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de.wedoany.com-Bericht: Das deutsche Infrastrukturunternehmen Friedrich Vorwerk hat den Bauauftrag für die Wasserstoffpipeline H2Coastlink 1 erhalten. Das Projekt dient dem weiteren Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in Nordwestdeutschland und treibt den Aufbau des nationalen Wasserstoff-Kernnetzes voran.

Das Projekt H2Coastlink 1 umfasst im Wesentlichen eine Hochdruck-Wasserstoffpipeline mit einer Nennweite DN 400 sowie eine Verbindungsleitung zwischen einer künftigen Elektrolyseanlage und der Wasserstoffeinspeisestation in Emden. Zudem wird eine Anbindung an das regionale Wasserstofftransportnetz in Leer realisiert.

Der Projekteigentümer und Fernleitungsnetzbetreiber GTG Nord hat die EWE NETZ mit der Generalunternehmerschaft beauftragt und den Bauauftrag an Friedrich Vorwerk vergeben. Friedrich Vorwerk wird die Bauleistungen als Mitglied der ARGE erbringen. Das Auftragsvolumen liegt im zweistelligen Millionenbereich. Die vorbereitenden Arbeiten sollen im Sommer 2026 beginnen, die Inbetriebnahme ist für Herbst 2027 vorgesehen. Anschließend wird die Pipeline an GTG Nord zur Betriebsführung übergeben.

Nach Fertigstellung wird die Pipeline die von EWE Hydrogen in Emden-Borssum errichtete 320-MW-Elektrolyseanlage zur Wasserstoffproduktion mit der Wasserstoffinfrastruktur in Leer-Nord verbinden. Darüber hinaus erfolgt eine Anbindung an das von Gasunie Deutschland aufgebaute nationale Wasserstoff-Hauptleitungsnetz HyPerLink sowie an das Erdgasfernleitungsnetz der GTG Nord. Dies stärkt die Vernetzungsfähigkeit des Wasserstofftransportnetzes in Nordwestdeutschland.

Um den Bau mit dem Umweltschutz in Einklang zu bringen, sind entlang der gesamten Trasse rund 90 Querungsbauwerke geplant. In ökologisch sensiblen Bereichen, an Flüssen und unter Verkehrswegen kommen grabungsfreie Verfahren wie die Horizontalspülbohrtechnik (Horizontal Directional Drilling, HDD) zum Einsatz, um die Auswirkungen auf Umwelt und Verkehr zu minimieren.

Das Projekt H2Coastlink 1 wird im Rahmen des IPCEI-Wasserstoffprogramms (Important Project of Common European Interest) der Bundesregierung sowie durch das Land Niedersachsen gefördert. Es ist ein wichtiger Bestandteil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Künftig soll die Pipeline Industriecluster, Speicher, Kraftwerke und Wasserstoffimportkorridore miteinander verbinden und so die infrastrukturelle Grundlage für den Aufbau eines nationalen Wasserstofftransportnetzes und die skalierte Nutzung von Wasserstoff in Deutschland schaffen.

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