de.wedoany.com-Bericht: Sterlite Electric hat in Zusammenarbeit mit RDT Lumiker eine intelligente Kabelösung mit integrierter Glasfasersensorik vorgestellt. Durch die direkte Integration der Überwachungstechnologie in die Stromkabel erhalten Versorgungsunternehmen Echtzeit-Einblicke in den Zustand ihrer Anlagen, um die Netzstabilität und Betriebseffizienz zu verbessern.
Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen basiert auf komplementären Technologien. Sterlite verfügt über mehr als fünf Jahrzehnte Erfahrung im Bereich Stromkabel und ist in Indien sowie in Europa, den USA, Lateinamerika und Afrika tätig. RDT Lumiker steuert seine auf passiven Glasfasern basierende Sensortechnologie und Datenanalysefähigkeiten bei. Die beiden Unternehmen haben das Joint Venture Sterlumiq gegründet, um Glasfasern in Stromkabel zu integrieren. Dadurch können Versorgungsunternehmen mit einer einzigen Installation sowohl die Kabelverlegung als auch den Aufbau des Sensornetzwerks durchführen, was die Bauabläufe vereinfacht und die Projektausführung optimiert.
Das im Rahmen dieser Kooperation entwickelte Produkt heißt CAMOS. Sein entscheidender Unterschied besteht darin, dass es elektrische Parameter wie Laststrom, Mantelstrom und kapazitiven Strom direkt im Inneren der Anlage misst, anstatt nur indirekte Größen wie Temperatur, Akustik oder Dehnung zu erfassen. Manuel Muñoz Luengo, CEO von RDT Lumiker, erklärte, dass herkömmliche Überwachungssysteme möglicherweise Wartung oder regelmäßige Kalibrierung erfordern. CAMOS hingegen basiert auf einer passiven Glasfaserlösung, die während der gesamten Lebensdauer weder Wartung noch Kalibrierung benötigt. Die Auslegungslebensdauer kann mehrere Jahrzehnte betragen und bietet Versorgungsunternehmen einen kontinuierlichen Datenzugriff.
Vor dem Hintergrund der Netzmodernisierung und der steigenden Durchdringung erneuerbarer Energien stehen Versorgungsunternehmen vor der doppelten Herausforderung eines steigenden Strombedarfs und zunehmender Systemschwankungen. Frederic Trefois, CEO von Sterlite Electric, wies darauf hin, dass Versorgungsunternehmen traditionell auf konservative Ingenieurspraktiken bei der Auslegung von Anlagen zurückgreifen. Die intelligente Kabeltechnologie könne Betreibern helfen, die Anlagenauslastung zu optimieren, die Netzstabilität zu unterstützen und fundiertere Entscheidungen über zukünftige Netzinvestitionen zu treffen.
Auf Projektebene kann die Technologie den Kabelzustand vor der Inbetriebnahme mithilfe der integrierten Glasfaser überwachen und EPC-Auftragnehmern helfen, kabelbezogene Probleme frühzeitig zu erkennen und die Inbetriebnahmerisiken zu reduzieren. RDT Lumiker führte als Beispiel hybride Übertragungsprojekte wie den Übertragungskorridor an der Westküste Dänemarks an. Dort integriert die CAMOS-Technologie bestimmte Überwachungs- und Messfunktionen direkt in das Kabelsystem, wodurch die Netzplanung vereinfacht wird. Es sind keine zwischengeschalteten Umspannwerke mehr erforderlich, um Mess- und Schutzfunktionen unterzubringen, was zu einer geringeren Flächeninanspruchnahme und höherer Effizienz führt.










