Kenias Steuerbehörde führt am 3. August 2026 das digitale ACD-Frachtsystem ein
2026-07-18 11:12
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de.wedoany.com-Bericht: Die kenianische Steuerbehörde (KRA) hat angekündigt, am Montag, dem 3. August 2026, das verpflichtende System zur Vorabanmeldung von Fracht (ACD) offiziell einzuführen. Diese digitale Vorab-Plattform für den Hafen soll die Zollverwaltungsprozesse modernisieren, regionale Handelswege sichern und die langjährige Überlastung an Einreisepunkten wie dem Hafen von Mombasa verringern.

Gemäß der neuen Regelung müssen internationale Exporteure, die Containerfracht nach Kenia versenden, vor der Verladung am Abgangshafen einen eindeutigen ACD-Referenzcode einholen. Das KRA-System verlangt von Logistikdienstleistern, vier zentrale Transportdokumente – den Entwurf des Konnossements, die Handelsrechnung, die Frachtrechnung sowie die offiziell bearbeitete Ausfuhranmeldung – direkt auf das Online-Portal acd.kra.go.ke hochzuladen. Erst nach der Validierung durch die Plattform wird der obligatorische Zollabfertigungscode generiert. Der erzeugte eindeutige ACD-Verfolgungscode muss physisch oder digital auf dem endgültigen Konnossement vermerkt werden, bevor das Schiff in Richtung der kenianischen Küste auslaufen kann.

Dieses automatisierte System soll Zollbeamten eine frühzeitige Risikobewertung ermöglichen und die Zollabfertigung konformer Fracht beschleunigen. Allerdings hat dieser Schritt in der internationalen Schifffahrtsbranche Besorgnis ausgelöst. Branchenverbände wie der Straßengüterverkehrsverband haben öffentlich strukturelle Bedenken hinsichtlich des schnellen Einführungszeitplans geäußert. Führungskräfte der Transportbranche weisen darauf hin, dass eine plötzliche Verpflichtung globaler Händler zur Einhaltung neuer digitaler Portalvorgaben ohne eine schrittweise Übergangsphase bestehende regionale Lieferketten stören könnte. Logistikunternehmen befürchten insbesondere, dass administrative Verzögerungen bei der Beschaffung des obligatorischen ACD-Referenzcodes sofort zu Fahrzeugstaus in Inlandslagern und Umschlagsknotenpunkten führen könnten, was teure Liegegebühren und Frachtstaus zur Folge hätte. Trotz dieser Bedenken der Branche treibt die KRA die Einführung im August weiter voran und hat eine spezielle betriebliche Support-Hotline eingerichtet, um internationalen Händlern bei der Klärung der Compliance-Regeln zu helfen.

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