de.wedoany.com-Bericht: Das gemeinsam vom Korea Research Institute of Ships and Ocean Engineering (KRISO), Samsung Heavy Industries und dem Korea Atomic Energy Research Institute (KAERI) entwickelte Design eines 15.000-TEU-Containerschiffs mit Small Modular Reactor (SMR)-Antrieb hat die grundsätzliche Genehmigung (Approval in Principle) des American Bureau of Shipping (ABS) erhalten. Diese Genehmigung bestätigt, dass das neuartige Schiffskonzept in der frühen Konzeptentwurfsphase die relevanten Regeln und Industriestandards erfüllt, und hilft dem Projektteam, die Machbarkeit gegenüber Partnern und Aufsichtsbehörden nachzuweisen.

In diesem Projekt waren KRISO und Samsung Heavy Industries für das Design des Hochgeschwindigkeitsschiffs, die Anordnung des Reaktors und der Hauptsysteme sowie die Entwicklung der Antriebs- und Steuerungstechnologie verantwortlich; KAERI entwickelte den für die Meeresumgebung geeigneten Salzschmelzreaktor. Das genehmigte Konzeptdesign realisiert die gemeinsame Leistungsabgabe durch die redundante Anordnung von zwei SMRs und nutzt ein Energiespeichersystem, um überschüssige Elektrizität zu speichern und bei Bedarf bereitzustellen, wodurch die Reaktorleistung und der Strombedarf des Schiffs effektiv gemanagt und ein stabiler Antrieb gewährleistet werden.
Beim Rumpfdesign wurde ein Hochgeschwindigkeitsschiff mit einer Geschwindigkeit von 25 Knoten integriert; der Reaktor ist in der Schiffsmitte angeordnet, um Wellenschlag und Kollisionsrisiken zu verringern; es wurde ein 15.000-TEU-Schiffstyp gewählt, der den erweiterten Panamakanal befahren kann; die vorhandenen Treibstofftanks und Schornsteine wurden entfernt, um die Ladeeffizienz zu verbessern; und der Aufenthaltsbereich wurde basierend auf Strahlenschutz- und Sichtbarkeitsstandards für die Besatzung optimiert. KRISO gab an, dass diese Maßnahmen Ladeeffizienz, Sicherheit und Raumnutzung umfassend berücksichtigen.

Um die Auswirkungen der Schiffsbewegungen in der Meeresumgebung auf Systeme wie den Reaktor zu bewerten, führte KRISO Tests mit einem verkleinerten Schiffsmodell in einem Tiefseebecken durch, analysierte die Bewegungseigenschaften unter verschiedenen Meeresbedingungen und gewann die erforderlichen Daten für das Design der Rumpfform und die Reaktoranordnung, wodurch die Zuverlässigkeit des Konzeptdesigns erhöht wurde.
Der leitende Forscher und Forschungsleiter von KRISO, Baek Bu-geun, erklärte, dass die Anwendung von SMRs in Schiffsantriebssystemen nicht nur die Reaktorsicherheit, sondern auch die Schiffsstruktur, Betriebseigenschaften und die Meeresumgebung umfassend berücksichtigen müsse. Basierend auf diesen Ergebnissen wird das Team durch schrittweise Folgeforschung, einschließlich grundlegender Konstruktion und detaillierter Konstruktion unter Berücksichtigung der Schnittstelle zwischen Schiff und Reaktor, die Grundlage für die Demonstration und Kommerzialisierung von SMR-betriebenen Schiffen schaffen.
Im Februar 2023 war KRISO eines von neun südkoreanischen Organisationen, die eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung von Salzschmelzreaktoren für Schiffe unterzeichneten. Die Parteien vereinbarten außerdem die Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Demonstration von SMRs für die Meeresumgebung, der Entwicklung von Schnittstellentechnologien für SMR-betriebene Schiffe/Meeressysteme und der Bewältigung von Lizenzierungs- und Genehmigungsfragen sowie der Ausbildung von Fachkräften für den Betrieb von Nuklearschiffen und dem Aufbau einer industriellen Infrastruktur.
Der Direktor von KRISO, Hong Ki-yong, wies darauf hin, dass SMR-betriebene Schiffe die Wettbewerbsfähigkeit der Schifffahrtsindustrie der Zukunft bestimmen und die Sicherstellung von für die Meeresumgebung geeigneten Designtechnologien von entscheidender Bedeutung sei. KRISO werde weiterhin durch Forschung und Entwicklung sowie internationale Zusammenarbeit im Bereich der Meerestechnik die Meeresanwendbarkeit von Nuklearschiffen verbessern und zur Entwicklung relevanter Technologien und internationaler Standards beitragen.
Die Schifffahrtsindustrie verbraucht jährlich etwa 350 Millionen Tonnen fossile Brennstoffe, was etwa 3 % der weltweiten Kohlenstoffemissionen ausmacht. Im Juli 2023 genehmigte die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) neue Treibhausgas-Reduktionsziele, die eine Netto-Null-Emission bis 2050 oder um diesen Zeitpunkt herum anstreben.










