Bodenrestaurierungstechnik des peruanischen Amazonas-Instituts von der FAO aufgenommen
2026-07-18 11:17
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de.wedoany.com-Bericht: Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat eine Bodenrestaurierungstechnik der Abteilung Madre de Dios des peruanischen Amazonas-Instituts (IIAP) in ihre globale Datenbank für gute Praktiken in nachhaltiger Landwirtschaft und natürlichem Ressourcenmanagement aufgenommen. Die Technik zielt darauf ab, durch illegalen Schwemmland-Goldabbau degradierte Flächen zu sanieren.

Nach Bewertung durch die FAO wurde das Projekt mit dem Titel „Gesundung degradierter Böden durch Schwemmland-Goldabbau im peruanischen Amazonasgebiet – mit Fokus auf Ernährungssicherheit und wirtschaftliche Erholung“ ausgewählt. Sein Beitrag zur ökologischen Wiederherstellung und nachhaltigen Entwicklung wurde anerkannt.

Illegaler Schwemmland-Goldabbau führt zur Degradierung des Amazonaswaldes, beschleunigt Bodenerosion, verringert die Fruchtbarkeit und verschmutzt Gewässer. Vor diesem Hintergrund entwickelte das IIAP eine Technik, deren Kern die Einrichtung von Agroforstsystemen und die Aussaat von Leguminosen als Deckfrüchte auf degradierten Flächen ist. Leguminosen fixieren Stickstoff und liefern organische Substanz für den Boden, während die Vegetationsdecke die Bodentemperatur und Evapotranspiration senkt und ein geeignetes Mikroklima für die Wiederherstellung der Biodiversität schafft. Das Institut hat diese Methode gemeinsam mit den betroffenen Gemeinschaften validiert.

Das Projekt vereint die Föderation indigener Gemeinschaften des Río Madre de Dios und seiner Nebenflüsse sowie über 250 Familien aus den Gemeinden San Jacinto, San José de Carené, Horacio Zeballos in der Region Madre de Dios und der Gemeinde Camanti in der Region Cusco. Diese Zusammenarbeit ermöglichte es, die Technik an die lokalen Gegebenheiten anzupassen und ihre Anwendung zu verstärken.

Die Projektergebnisse zeigen eine Steigerung des organischen Kohlenstoffgehalts im Boden um 1200 % und die Einrichtung von Agroforstsystemen auf 25 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche. Das Projekt förderte zudem den Wissensaustausch zwischen Forschern und Landwirten; Schulungen und Lehrmaterialien trugen zur Bodenrestaurierung bei und verbesserten die wirtschaftliche Situation der teilnehmenden Familien.

Der Direktor der IIAP-Abteilung Madre de Dios, Ingenieur M.Sc. Ronald Corvera Gomringer, erklärte, dass die globale Anerkennung durch die FAO das Engagement des Forschungsteams stärke und zeige, dass die in der Region Madre de Dios entwickelte Technik effektiv ausgeweitet werden könne, um die durch Schwemmland-Goldabbau verursachten Schäden rückgängig zu machen und den Böden neues Leben einzuhauchen. Die Mission der Einrichtung sei es, gemeinsam mit den Gemeinschaften weiter zu forschen, um degradierte Gebiete in produktive Ökosysteme zu verwandeln, die Ernährungssicherheit und nachhaltige Entwicklung im Amazonasgebiet gewährleisten.

Das Forschungsteam, das diese Technik entwickelte, besteht aus Gabriel Velásquez, Adenka Muñoz, Pedro Nascimento, Edgar Cusi, Edwin Becerra, María Fernanda Moya, José Flores Bustos, Dennis Del Castillo und Ronald Corvera Gomringer. Diese Arbeit basiert auf jahrelangen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen.

Die in Madre de Dios entwickelte Technik sowie Erfahrungen aus verschiedenen Ländern zur Stärkung nachhaltiger Agrar- und Ernährungssysteme wurden in einer FAO-Publikation aufgenommen. Die Datei kann kostenlos unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://doi.org/10.4060/cd9032es.

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