de.wedoany.com-Bericht: Die algerische staatliche Ölgesellschaft Sonatrach hat ihre erste Lieferung Flüssigerdgas (LNG) an Deutschland übergeben. Die Ladung wurde im Verflüssigungswerk GL2Z in Bethioua verladen und mit dem unternehmenseigenen LNG-Tanker „Tessala“ transportiert.

Das LNG wurde an der schwimmenden Speicher- und Regasifizierungseinheit 1 in Wilhelmshaven an der deutschen Nordseeküste gelöscht. Sonatrach nutzt damit die in Deutschland kontinuierlich ausgebaute LNG-Import-Infrastruktur, um direkt in den größten Erdgasmarkt Europas einzusteigen.
Diese Lieferung markiert den ersten LNG-Verkauf von Sonatrach an Deutschland und ergänzt das langjährige Pipeline-Exportgeschäft nach Südeuropa. Das Unternehmen erweitert damit seine kommerzielle Reichweite über die traditionellen Märkte Spanien, Italien, Frankreich und Portugal hinaus.
Sonatrach erklärte, dieser Lieferprozess beweise die Fähigkeit, durch flexible maritime Exporte auf Veränderungen des globalen Erdgasmarktes zu reagieren, und festige gleichzeitig die Position als zuverlässiger Lieferant für strategische Energiemärkte in Europa.
Vor diesem Meilenstein unterzeichnete Sonatrach im Juni 2026 eine Absichtserklärung mit dem deutschen Energieunternehmen VNG AG, um die Zusammenarbeit bei grünem Wasserstoff, Methanreduzierung und zukünftiger Energieinfrastruktur auszuweiten.
Die Vereinbarung unterstützt Machbarkeitsstudien zur Wasserstofftransportinfrastruktur im Zusammenhang mit dem geplanten 3.300 Kilometer langen SoutH2-Korridor, der Algerien über Tunesien, Italien und Österreich mit Deutschland verbinden soll.
Die erste Lieferung unterstreicht die sich vertiefende Energiekooperation zwischen Algerien und Deutschland. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Diversifizierung der Erdgasversorgung in Europa sind sowohl LNG- als auch Pipeline-Exporte aus Algerien Teil der europäischen Energiesicherheitsstrategie.










