Ylektra erhält Genehmigung für 50-MW-Agri-PV-Speicherprojekt in Rheinhessen
2026-07-19 17:03
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de.wedoany.com-Bericht: Der Verbandsgemeinderat Wörrstadt hat ein Agri-Photovoltaik-Projekt genehmigt, das auf einer etwa 70 Hektar großen Fläche westlich der Autobahn A61 realisiert werden soll. Der Kölner Entwickler Ylektra plant dort den Bau eines Agri-Photovoltaik-Kraftwerks mit einer Leistung von rund 50 Megawatt. Die jährliche Stromerzeugung soll den äquivalenten Bedarf von etwa 20.000 Haushalten decken.

Das Projekt umfasst zudem ein großes Energiespeichersystem, das den erzeugten Solarstrom für zwei bis vier Stunden zwischenspeichern kann. Ziel ist es, die Einspeisezeiten flexibler zu gestalten und das lokale Stromnetz in Spitzenlastzeiten zu entlasten.

Die Entscheidung wurde nach Konsultationen mit der Regionalplanungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe, der Kreisverwaltung Alzey-Worms, der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und weiteren beteiligten Stellen getroffen. Die Öffentlichkeit und andere Interessengruppen werden in die weiteren Verfahrensschritte einbezogen. Gleichzeitig wird die Änderung des Flächennutzungsplans der Verbandsgemeinde Wörrstadt vorbereitet.

Markus Conrad, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wörrstadt, erklärte, dass sie mit diesem Leuchtturmprojekt beweisen, dass Energiewende und Landwirtschaft sich nicht ausschließen, sondern ergänzen. Das Projekt habe das Potenzial, ein Vorbild über die Verbandsgemeinde Wörrstadt hinaus zu werden.

Agri-Photovoltaik (Agri-PV) ermöglicht die gleichzeitige Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für den Pflanzenanbau und die Solarstromerzeugung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Freiflächenanlagen bleibt der Großteil der Fläche weiterhin landwirtschaftlich nutzbar. Laut Ylektra werden rund 90 Prozent der Projektfläche in Armsheim weiterhin bewirtschaftet. Dies wird durch den Einsatz von einachsig nachgeführten Solarmodulen mit einem Reihenabstand von 13,5 Metern und einer Arbeitsbreite von 12 Metern zwischen den Modulreihen ermöglicht, sodass die Flächen weiterhin mit herkömmlichen landwirtschaftlichen Maschinen bearbeitet werden können.

Die bestehende Fruchtfolge mit Zuckerrüben und Getreide bleibt erhalten. Zudem sind Blühstreifen und Grünflächen zur Förderung der Biodiversität geplant. Nach Angaben des Unternehmens können die Module zudem die Verdunstung reduzieren und den Wasserhaushalt des Bodens verbessern, insbesondere in langen Hitze- und Trockenperioden.

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