de.wedoany.com-Bericht: Laut Weiduonet haben die Mitgliedstaaten der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) am 20. Juli in Freetown, Sierra Leone, ein zwischenstaatliches Abkommen unterzeichnet, das den Fortschritt des Nigeria-Marokko-Atlantik-Gaspipeline-Projekts offiziell unterstützt. Die Vereinbarung wurde gemeinsam vom marokkanischen Amt für Kohlenwasserstoffe und Bergbau (ONHYM) und der nigerianischen National Oil Corporation (NNPC) bekannt gegeben und markiert den Beginn der Umsetzung dieser seit einem Jahrzehnt geplanten transkontinentalen Energieverbindung.
Die Pipeline ist auf eine Gesamtlänge von 6.900 Kilometern ausgelegt, folgt einer gemischten See- und Landroute und durchquert 13 westafrikanische Länder. Ihre jährliche Transportkapazität beträgt 30 Milliarden Kubikmeter. Davon sollen rund 15 Milliarden Kubikmeter nach Marokko und über die bestehende Maghreb-Europa-Pipeline auf den europäischen Markt geliefert werden. Die Gesamtinvestitionen werden auf 25 Milliarden US-Dollar geschätzt; Machbarkeitsstudie und Front-End-Engineering-Design sind bereits abgeschlossen. Laut aktuellem Zeitplan planen die Partner, im vierten Quartal 2026 die endgültige Investitionsentscheidung zu treffen, mit dem Ziel, im zweiten Quartal 2031 den kommerziellen Betrieb und die erste Gaslieferung zu erreichen.
Die Pipeline wird dazu beitragen, die Stromerzeugung in Westafrika auszubauen und die Entwicklung der Industrie- und Bergbausektoren voranzutreiben, während sie gleichzeitig Marokko als Energiebrücke zwischen Afrika und Europa positioniert. Das Projekt folgt einem modularen Bauansatz, der den unabhängigen Bau und Betrieb verschiedener Abschnitte ermöglicht. In einer frühen Phase wird vorrangig der Verbindungsabschnitt zwischen Marokko, Mauretanien und Senegal gebaut. Die Erklärung besagt, dass als nächster Schritt Marokko und Mauretanien im Beisein des nigerianischen Präsidenten entsprechende Abkommen unterzeichnen werden.










