Erste Stromeinspeisung des 660-MW-Projekts RWE Nordseecluster A
2026-07-23 11:57
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de.wedoany.com-Bericht: Das Offshore-Windparkprojekt Nordseecluster A des deutschen Energiekonzerns RWE hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Rund sechs Wochen nach der Installation der ersten Windkraftanlage speist eine Turbine erstmals Strom in das deutsche Übertragungsnetz ein. Die erste Ausbauphase des Projekts hat eine installierte Leistung von 660 Megawatt und soll planmäßig Anfang 2027 vollständig in Betrieb gehen.

Der Nordseecluster befindet sich rund 50 Kilometer nördlich der Insel Juist in der deutschen Nordsee und die Bauarbeiten kommen gut voran. Der Nordseecluster A umfasst insgesamt 44 Offshore-Windkraftanlagen, deren Installation läuft und die schrittweise in die Test- und Inbetriebnahmephase übergehen. Der erzeugte Strom wird über zwei Offshore-Umspannwerke zur Konverterplattform des Netzbetreibers und von dort weiter ins deutsche Stromnetz eingespeist.

Der Nordseecluster wird in zwei Phasen errichtet. Nach vollständiger Fertigstellung soll die Gesamtleistung voraussichtlich 1.560 Megawatt betragen. Im Anschluss an die erste Phase Nordseecluster A (660 MW) wird die zweite Phase Nordseecluster B weitere 900 Megawatt hinzufügen. Die Produktion von Schlüsselkomponenten für die zweite Phase hat bereits begonnen, die Fundamentinstallation ist für 2027 geplant, und 60 Vestas-Offshore-Windkraftanlagen sollen 2028 installiert werden. Der Nordseecluster B soll Anfang 2029 in Betrieb gehen.

Laut RWE wird der Cluster nach seiner vollständigen Fertigstellung voraussichtlich etwa 6,5 Terawattstunden (6,5 Milliarden Kilowattstunden) Strom pro Jahr erzeugen, was rechnerisch dem jährlichen Strombedarf von rund 1,6 Millionen Haushalten entspricht. Ein Teil der Produktion ist bereits durch langfristige Stromabnahmeverträge gesichert: Amazon hat einen Vertrag über den Bezug von 110 Megawatt Strom aus dem Nordseecluster B unterzeichnet.

Der Nordseecluster wird in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Nordsee, etwa 50 Kilometer nördlich der Insel Juist, erschlossen. Das Projekt umfasst die vier Standorte NC 1 bis NC 4, die aufgrund ihrer geografischen Nähe gemeinsam entwickelt werden. Durch die Bündelung der Bauarbeiten und den Abschluss wichtiger Liefer- und Installationsverträge sollen Skaleneffekte erzielt sowie Kosten und Bauzeit optimiert werden.

Das Offshore-Windparkprojekt wird von RWE (Anteil 51 %) gemeinsam mit der Norges Bank Investment Management (Anteil 49 %) vorangetrieben, wobei RWE für den Bau und Betrieb des Windparks verantwortlich ist. Nach vollständiger Fertigstellung wird das Projekt mindestens 104 Vestas V236-15.0 MW-Offshore-Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.560 Megawatt umfassen.

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